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Das Unternehmen entwickelt in der Business Unit Hydrogen and Energy Storage Produkte und Lösungen zur CO2-freien Wasserstofferzeugung. Die von Gemmer-Berkbilek genannte fachliche Vielschichtigkeit, die umgesetzt werden muss, spiegelt sich in den sechs gebildeten Arbeitsgruppen wider, die letztendlich auch die Kernkompetenzen der 21 Partner abbilden: Speichertechnik, chemische Prozessentwicklung, Kraftwerks- und Anlagenbau mit Automation und Leistungselektronik, Elektrolyse sowie Verstromung und Energievermarktung.
Mit virtuellen Kraftwerken Konzepte für den Energiemarkt entwickeln
Den Leistungsbaustein Energievermarktung – auch mit Blick auf virtuelle Kraftwerke – bearbeitet unter anderem die Hoffmann Automation GmbH aus der Nähe von Karlsruhe, ein Anbieter und Beratungsunternehmen mit dem Schwerpunkt Speichertechnik und dessen Vermarktung. Mit den virtuellen Kraftwerken des Unternehmens werden mithilfe von Prognosen und Optimierungen wirtschaftliche, energiemarkttaugliche Konzepte für elektrische Energie entwickelt. „Wir sind Beratungsunternehmen und Bindeglied zwischen Forschung, Realisierung, Verbänden und Politik. Durch unsere Mitarbeit im Netzwerk möchten wir einen Beitrag für eine fortschrittliche Energiepolitik leisten“, begründet Geschäftsführer Jörg Hoffmann das Engagement seines Unternehmens.
Die Kompetenz als elektrischer Ausrüster mit dem Fokus Automatisierungstechnik bringt auch Siemens mit der Unternehmensdivision Siemens Industry Automation in das Netzwerk ein. Dr. Roland Schreieck, Senior Manager Glass & Solar Industry, sieht vielfältige Benefits: „Wir haben die Möglichkeit, unser Prozessleitsystem PCS 7 in diesem Pilotprojekt zu evaluieren, und können so Erfahrungen in innovativen und durchaus spannenden Anwendungen sammeln. Außerdem haben wir natürlich die Gelegenheit, neue Netzwerke knüpfen.“ Auch für Siemens ist das Ziel klar definiert: die Erschließung von Zukunftsmärkten durch die Entwicklung von innovativen Lösungen für die Energiewende.
Speichermöglichkeiten für elektrische Energie müssen ausgebaut werden
Dass die Stromspitzen aus den erneuerbaren Energien gespeichert und als Regelenergie zur Verfügung gestellt werden müssen, ist unstrittig. Letztendlich bedeutet das auch, dass beispielsweise Wind- und Solaranlagen weiter ausgebaut werden können und die bestehenden Kraftwerke weniger abgeschaltet und geregelt werden müssen. Für die Energiewirtschaft heißt es, die Speichermöglichkeiten für elektrische Energie auszubauen. Heute werden dafür vorzugsweise Pumpspeicherkraftwerke (PSW) eingesetzt. Diese besitzen einen hohen Wirkungsgrad und eine sehr gute Spitzenlastfähigkeit. Doch die Anzahl der möglichen PSW in Deutschland ist begrenzt.
Das Ziel des Netzwerkprojektes besteht also letztendlich auch darin, einen Energiespeicher anzubieten, der mit dem bestehenden Speicherkonzept der Pumpspeicherkraftwerke wirtschaftlich vergleichbar ist. Diese sind in der Lage, Primär- und Sekundärregelenergie in kürzester Zeit zur Verfügung zu stellen. Im Unterschied zum Pumpspeicherkraftwerk soll jedoch eine ortsflexible Speicherlösung entstehen. Erreicht werden kann dies durch eine Zusammenschaltung mehrerer Module (Blöcke), welche am Primär- und Sekundärregelkreis der Netze teilhaben und gleichzeitig eine Nennlast zur Verfügung stellen können.
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