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Bundeswirtschaftsministerium fördert Wasserstoffkraftwerk in der ersten Phase
Gestartet wurde das Projekt am 1. Januar 2013. In der ersten Phase fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie allein das Netzwerkmanagement für dieses Zukunftsprojekt mit knapp 150.000 Euro. Es liegt in den Händen der Eura Innovation GmbH aus Zella-Mehlis. Das Unternehmen verantwortet sowohl das inhaltliche Konzept als auch die Gesamtkoordination aller Beteiligten. Innerhalb eines Jahres wollen die Partner nun gemeinsam die technischen Vorgaben für die erforderlichen Komponenten erarbeiten und die Grundlagen und Schnittstellen für die anlagentechnische Umsetzung definieren. In den sich anschließenden Arbeitsphasen sollen die einzelnen Komponenten und letztendlich das gesamte Kraftwerk zur Marktreife entwickelt werden. Die Entwicklung der einzelnen Blöcke wird dann anteilig durch die Unternehmen und zu beantragende Entwicklungsprojekte finanziert.
„Wir möchten eine Lösung entwickeln, die auf unserem technologischen Know-how basiert, die unter dem Einfluss und zum Nutzen aller Beteiligter zustande kommt und die Marktreife haben soll“, sagt Bruno Tettamanti, Leiter Marketing & Verkauf bei Biazzi. „Im Bereich der Hydrierung können wir mit unserer Erfahrung einen wesentlichen Beitrag leisten, damit effektive und effiziente Lösungen innerhalb eines realistischen Zeitraums verfügbar gemacht werden können“, umreißt er die Kompetenzen des Schweizer Unternehmens. Immerhin – mit weltweit über 70 Referenzanlagen im Bereich der Gas-Flüssig-Reaktionen, vornehmlich im Bereich der Hydrierung, verfügt es über umfangreiche Erfahrungen im Design und Bau von chemischen Industrieanlagen.
Sicherung der Energieversorgung ohne fossile Brennstoffe
Mit der großtechnischen Umsetzung der „Carbazol-Technik“ durch die beteiligten Partner im Netzwerk kann in Deutschland eine wesentliche Säule zur Sicherung der Energieversorgung ohne fossile Brennstoffe entstehen. Gemeinsam treten die Beteiligten mit einem klaren Ziel an: Die Kraftwerksmodule sollen in Serie gebaut und im Stromnetz in Deutschland und weltweit eingesetzt werden. Ab dem Jahr 2017, so der Plan, sollen jährlich etwa 150 Kraftwerksblöcke mit einer Gesamtleistung von 150 × 3 MW, das heißt insgesamt 450 MW, als Regelenergie und Energiepuffer ans Netz gebracht werden. Kunden für das modulare Wasserstoffkraftwerk wird es einige geben: Netzbetreiber, Energieversorger, Kommunen und Stadtwerke mit eigenem Netz, Eigentümer von Solar- und Windfeldern, Unternehmen mit großen eigenen Lasten oder Quellen, Betreiber von Insellösungen oder Stromhändler, die von verteilten Energieerzeugern Strom sammeln und dem Markt anbieten.
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