Funkschlüssel-Fertigung

Modulbaukasten für die Montage ermöglicht einfache Stückzahlanpassung

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Desktop Factory wächst mit seinen Aufgaben und lässt sich bei veränderten Marktanforderungen leicht anpassen. Deshalb spielen spätere Stückzahlschwankungen und Produktänderungen bei der Erstinvestition keine Rolle. Den Anfang machten sieben Varianten des Schlüssels, inzwischen werden zehn Varianten produziert.

Bildverarbeitung überprüft Variantennummer

Die Laser- und Vision-Station erreichen nur die im Hochfrequenztest als gut bewerteten Teile, die dort vom Werkstückträger genommen und gedreht werden. Ein CO2-Laser trägt dann Variantennummer und -symbol, Datum sowie Soft- und Hardwarenummer auf. Weil der Laser im infraroten Bereich arbeitet, wird der Strahl von einer transparenten Schutztür, die ebenfalls aus dem Rexroth-Produktprogramm stammt, absorbiert.

Somit besteht für die Mitarbeiter keine Gefahr durch die Strahlung. Anschließend werden in der gleichen Station Variantennummer und -symbol anhand einer Bildverarbeitung überprüft, bevor die Teile wieder auf den Werkstückträger gelegt werden. In der abschließenden Entladestation werden die fertigen Funkschlüssel nochmals gedreht und dann an die Palettierung übergeben.

Reduzierte Investitionskosten, geringer Platzbedarf und das einfache Anpassen der Anlage an sich ändernde Stückzahl-Anforderungen waren für Bosch Australien ausschlaggebend dafür, Desktop Factory einzusetzen. Zudem bietet der Modulbaukasten den finanziellen Vorteil des stufenweisen, risikolosen Ausbaus der Anlage: Damit lassen sich die Gesamtkosten, im Vergleich zu herkömmlichen Anlagen, um bis zu 30% senken.

Gehen die Stückzahlen zurück, können natürlich die Basiskomponenten der Prozessmodule für andere Produkte wiederverwendet werden. Der finanzielle Vorteil durch die Wiederverwendung der Prozessmodule kann bei konsequenter Nutzung des DTF-Konzepts bis zu 80% betragen. Statt der Integration individueller Lösungen bei herkömmlichen Anlagen können Anwender jetzt bei DTF auf einen ausgereiften und getesteten Prozess zurückgreifen. Der Aufwand bei der Stückzahlanpassung verringert sich deutlich und das Risiko, bei einer Nachrüstaktion womöglich vorübergehend nicht lieferfähig zu sein, geht gegen null.

Neue Module parallel zur Fertigung testen

Selbst dann, wenn gänzlich neue Prozesse in die Anlage zu integrieren sind, profitieren die Australier von Desktop Factory. In der Vergangenheit bestand ein großes Problem darin, bei Erweiterungen und Modifikationen neue Prozesse zu etablieren und verfügbar zu machen.

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