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Druckluftmotor

Motorleistung verdoppeln und Luftverbrauch mindern

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Hervorzuheben ist auch der geringe Luftverbrauch des Turbinenantriebs: Er verbraucht im Schnitt ein Drittel weniger Druckluft als der Lamellenmotor und durch einen Fliehkraftregler, der die Drehzahl des Turbinenmotors reguliert, wird der Luftverbrauch im Leerlauf sogar um weitere 50 % reduziert. Die Turbine benötigt kein Öl und es fallen keinerlei Verschleißteile an. Nicht zu vergessen der niedrige Geräuschpegel. Auch dieser spricht für den Einsatz einer Turbine.

Turbinenantriebe sind für den Dauerlauf prädestiniert

Turbinen leben von hohen Drehzahlen, sind also sogenannte „Hochdreher“, was sich aus der Funktionsweise dieser Strömungsmaschinen erklärt. Durch ihre Wirkungsweise sind sie für den „Dauerlauf“ prädestiniert. Deshalb bieten sich diese Antriebe für stationäre Anwendungen zum Schleifen, Fräsen, Entgraten oder Bohren von Metallen, aber auch Holz an. Eine Turbine als Antriebsvariante empfiehlt sich also überall dort, wo eine gleichmäßig hohe Drehzahl des Motors für eine exzellente Bearbeitungsqualität gefragt ist. Auch in Handwerkzeugen ist ein Einsatz einer Turbine denkbar, wenn eine möglichst hohe Leistung bei geringem Gewicht des Werkzeuges erzielt werden soll, ebenso wie dort, wo wenig Einbauraum zur Verfügung steht.

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Bei der Auslegung eines Turbinenantriebs fließen bei Weitem mehr Parameter ein als beim Lamellenmotor. Deshalb ist die Entwicklung einer Turbine deutlich teurer als die Fertigung. Aber bei genauem Hinsehen findet sich schon heute bei der Deprag eine Vielzahl bereits realisierter Turbinenantriebe in einem Leistungsbereich von 500 W bis 50.000 W. So kann sichergestellt werden, dass die Anschaffung in jedem Fall wirtschaftlich ist.

Große Auswahl an Software zur Turbinenauslegung vorhanden

Durch die Entwicklung der Turbinenschleifer, aber auch durch die Entwicklung einer neuen Gasexpansionsturbine zur Umwandlung von ungenutzten Prozessgasen in Strom verfügt Deprag bereits über eine große Anzahl von Software-Tools, die für kundenspezifische Turbinenauslegungen genutzt werden können. Hier zahlt sich die langjährige Zusammenarbeit mit der Hochschule für angewandte Wissenschaften Amberg-Weiden beim Testen und Entwickeln von Turbinen aus. Berechnung und Auslegung der Turbine für den Deprag-Turbinenschleifer erfolgten unter der Federführung von Prof. Dr.-Ing. Andreas Weiß. Die Hochschule verfügt über einen Prüfstand für Druckluftantriebe und Drucklufttechnik, wo die Auslegungsberechnungen und CFD-Strömungssimulationen für die im Schleifer verwendeten Curtis-Turbinen verifiziert wurden.

Deprag hat sich bereits sehr intensiv mit Projekten im Turbinenbau befasst. Wer sich für eine Turbine als Antriebslösung für seine Anwendung interessiert, findet bei den Experten kompetente Fachleute – von der Planung bis zur Wartung. MM

* Dagmar Dübbelde ist Produktmanagerin für Druckluftmotoren bei der Deprag Schulz GmbH u. Co. in 92224 Amberg; Trixy Schmidt ist freie Journalistin

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