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Druckluftmotor

Motorleistung verdoppeln und Luftverbrauch mindern

| Autor/ Redakteur: Dagmar Dübbelde und Trixy Schmidt / Stefanie Michel

Die Wahl des richtigen Motors in der automatisierten Fertigung kann sich schwierig gestalten. Dort bieten Druckluftmotoren eine Alternative. Bei bestimmten Anwendungen kann selbst eine druckluftbetriebene Turbine die ideale Motorenlösung sein, weil sie die Druckluft viel effizienter nutzt.

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Bild 1: Der Baugrößenvergleich von Elektromotor, Lamellenmotor und Turbinenschleifer (von unten nach oben) zeigt, dass Druckluftmototen bei gleicher Antriebsleistung viel platzsparender bauen.
Bild 1: Der Baugrößenvergleich von Elektromotor, Lamellenmotor und Turbinenschleifer (von unten nach oben) zeigt, dass Druckluftmototen bei gleicher Antriebsleistung viel platzsparender bauen.
(Bild: Deprag Schulz)

Was tun, wenn die Leistung des Antriebsaggregats nicht ausreicht? Wenn für die Roboter geführte Anlage der Motor höchste Leistung bei kleinster Größe bieten muss? Wenn er hohe Drehzahlen realisieren muss und dabei für den Dauerlauf geeignet sein soll? Automatische Prozesse bei der Verarbeitung moderner Materialien stellen hohe Ansprüche an die Antriebe in Fertigungsanlagen. Da wird die Wahl des richtigen Motors oft zur Qual für den Anlagenbauer.

Wenn Explosionsgefahr besteht, spricht alles für den Druckluftmotor

Geht ein Anlagenbauer auf die Suche nach dem idealen Motor für seine Anwendung, muss er sich grundsätzlich entscheiden: Soll der Motor pneumatisch oder elektrisch betrieben werden? Deprag verfügt über jahrzehntelange Erfahrung in der Herstellung von Druckluftmotoren, setzt aber in der Schraubtechnik auch Elektroschrauber ein. Was spricht also für Druckluft als Arbeitsfluid? Seit dem Berg- und Tunnelbau des 19. Jahrhunderts kommen Druckluftwerkzeuge regelmäßig zum Einsatz, denn wo ein einzelner Funke zur Explosion führen konnte, war ein Elektromotor undenkbar. Das gilt auch heute. Wenn Explosionsgefahr besteht, spricht alles für den Druckluftmotor, wie beispielsweise in Schüttgutanlagen der chemischen Industrie. In der Medizintechnik dagegen kommt der Druckluftmotor zum Einsatz, weil er sterilisierbar ist.

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Druckluft- und Elektromotoren nicht direkt miteinander vergleichbar

Druckluftmotoren oder pneumatische Handwerkzeuge sind aufgrund ihres einfachen Aufbaus schmutz- und feuchtigkeitsunempfindlich und können bis zum Stillstand unbeschadet belastet werden. Der bedeutendste Vorteil ist jedoch, dass sie für eine geforderte Antriebsleistung ein Drittel bis ein Fünftel leichter und raumsparender „bauen“ als ihre elektrischen Pendants (Bild 1). So sind Druckluftmotoren auch in der Automation, wie zum Beispiel in der Schraubmontage zu finden.

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