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Zusätzlich sorgen die neuen Torx-Plus-Schrauben für eine verbesserte Übertragung des Anzugsmomentes und vereinfachen die Handhabung beim Plattenwechsel. Der Spanabfluss wird durch die vergrößerte Spannut und die glatte „hard & tough“-Nickelschicht der Trägerwerkzeuge wesentlich verbessert. Diese Schicht ermöglicht durch den geringeren Reibungswiderstand einen sauberen Spantransport und schützt die Werkzeuge zuverlässig vor Abrasionsverschleiß und Korrosion. Für eine gute Oberflächenqualität am Werkstück und gleichzeitig hohe Standzeit ist auch die Wahl der geeigneten Schneidstoffsorte wichtig: Parameter wie Zerspanvolumen, Schneidengeometrie und Werkstückmaterial wirken sich auf die Produktivität, Standzeit und Oberflächengüte aus. Darum gibt es meist eine hohe Anzahl von Schneidstoffsorten, aus denen je nach Bearbeitung und Werkstofftype die für den Einsatzfall beste ausgewählt werden muss.
Einfache Werkzeugauswahl für breites Anwendungsspektrum
Mit dem Ziel, diese Auswahl so einfach wie möglich und doch auf ein breites Anwendungsspektrum hin zu gestalten, hat Ceratizit außerdem eine komplett überarbeitete und schlank gehaltene Hochleistungs- und Mehrbereichssorten-Generation entwickelt. Mit nur drei beschichteten Sorten können so alle Materialien der ISO-Werkstoffgruppen P/M/K/S abgedeckt werden:
- Die Substrate der Sorten CTCP425 und CTCP435 sorgen mit der „Colorstar“-Beschichtung (CVD) für stabile Schneidkanten und höchste Wärmebeständigkeit.
- Die Breitbandsorte „Silverstar“ CTPP430 (PVD) ist für den Einsatz auf rostfreien und hochwarmfesten Materialien ausgelegt, bringt aber auch bei Stahl und Gusswerkstoffen gute Ergebnisse. CTPP430 ist sehr zäh und zeichnet sich durch eine hohe Verschleißfestigkeit bei vielen Einsatzfällen aus.
Im Zuge der Markterprobungen dieser neuen Sorten können Standzeitsteigerungen zwischen 30 und 100 % nachgewiesen werden. So zeigt ein Beispiel aus der Praxis, dass durch den Einsatz von „Silverstar“ CTPP430 (anstelle der „alten“ Sorte CTP2440) beim Bohren unter gleichen Bearbeitungsbedingungen und beim Innenausdrehen eines Bauteils aus 1.0355 (DX53D) bei gleichen Bedingungen eine Produktionssteigerung von etwa 76 % erzielbar ist. Bei einer Schnittgeschwindigkeit von 150 m/min und einer Schnitttiefe von 0,5 bis 5,0 mm in einem Vorschubbereich von 0,12 bis 0,4 mm kann der Anwender mit einer Schneidkante statt bisher 850 nun 1500 Teile produzieren – ein deutlicher Produktivitätsgewinn, der durch den universalen Charakter des Multifunktionswerkzeugs, das mindestens zwei Werkzeuge ersetzt, zusätzlich gesteigert wird.
Multifunktionswerkzeug verkürzt Fertigung in vierfacher Hinsicht
Das Eco-Cut-Konzept von Ceratizit überspannt die Innen- als auch die Außenbearbeitung: Dazu gehören das Bohren ins Volle mit ebenem Bohrungsgrund sowie das Drehen von Innen-, Plan- und Außenkonturen. Werden hierfür normalerweise drei bis vier Werkzeuge benötigt, sorgt das einzelne Multifunktionswerkzeug nicht nur für geringeren Lageraufwand beim Kunden sondern minimiert gleichzeitig die Rüst-, Voreinstell- und Programmierzeiten. Außerdem kann der Eco-Cut bei fehlenden Werkzeugplätzen als wahrer Problemlöser fungieren und spart so auch noch Werkzeugwechselzeiten ein.
Eco-Cut heißt das Original von Ceratizit und besteht aus den Wendeplattenwerkzeugen sowie den Vollhartmetall-Werkzeugen der Eco-Cut-Mini-Reihe, die in Durchmesserbereichen zwischen 4 und 8 mm sowie in den Längen 2,25 × D und 4,0 × D erhältlich sind. Die Wendeplattenwerkzeuge machen mit ihren Ausführungen in 1,5 × D, 2,25 × D und 3,0 × D Bohrungen bis 96 mm Tiefe mit Durchmessern zwischen 8 und 32 mm möglich.
* Ing. Herbert Ronacher ist Produktmanager bei der Ceratizit Austria Gesellschaft m.b.H. in Reutte (Österreich)
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