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Eine besondere Herausforderung wird die Absicherung des Industrie-4.0-Netzwerks gegen unbefugte Eingriffe jeglicher Art sein. Denn die neuen Automatisierungskonzepte werden gekennzeichnet sein durch signifikant mehr Interaktionen, also durch eine deutlich stärkere autonome Steuerung der Produktionseinrichtungen und des Datenaustauschs.
Generell beginnt Industrie 4.0 erst, wenn die Komponente selbst weiß, welche Daten sie benötigt. Diese – bislang nicht verfügbaren – Methoden und Mechanismen gilt es zu entwickeln.
In der Industrie-4.0-Welt kommt der Software und der Kommunikationstechnik eine Schlüsselfunktion zu: Die Hardware, später nur noch ein Prozessinterface, wird insbesondere durch sich ständig wandelnde Software veredelt und kann völlig unterschiedliche Aufgaben übernehmen.
Die Kommunikation aller beteiligten Geräte, Anlagen und Softwarelösungen geschieht dabei über das Internet der Dinge. Hierzu werden Standards benötigt, innerhalb derer sich die Systeme adaptiv und lernfähig erweisen müssen. Gleiches betrifft die Sicherheit, Wartbarkeit und den Fernzugriff der Anlagen.
Trend in der Fertigung geht zu schnell gefertigten individuellen Produkten
Im Kern geht es um eine flexible Fertigung – also mehr verschiedene und individuellere Modelle in kürzerer Zeit. Automatisierungssysteme von morgen erhöhen also nicht lediglich ihren Output oder werden noch effizienter (beispielsweise etwa Fertigung von 150 statt 100 Kaffeemaschinen pro Zeiteinheit), künftig werden Kaffeemaschinen zudem in einer Anlage individueller gefertigt. Ein weiteres denkbares Beispiel ist eine Lackieranlage, die etwa zwölf verschiedene Lacksorten durch ihre Anlage schickt. Sollte dieses gelingen, ließe sich ein beachtlicher Wettbewerbsvorteil in der flexibilisierten Kundenorientierung erzielen.
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