Walzprozesse Neue Absaughaube spart Energie
In einem Projekt unter der Leitung von Achenbach Buschhütten wurde eine neue Absaughaube für verdampfende Walzöle entwickelt, wie der Bine-Informationsdienst mitteilt. Durch die Anlage könne ein typisches Walzwerk Öldampf in der Industrie effizienter absaugen und nach Berechnungen pro Jahr bis zu 330.000 kWh elektrischer Energie einsparen.
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Bis Aluminium zu Blechen und Folien wird, durchläuft das Metall mehrere Warm- und Kaltwalzprozesse. Aufgesprühte Walzöle kühlen und schmieren dabei die Arbeitswalzen und verhindern im Verarbeitungsprozess Beschädigungen am dünnen Metallband. Die neue Absaughaube sei – im Vergleich zu älteren Anlagen – in der Lage, den Öldunst mit reduzierter Ventilatorleistung der Rückgewinnung zuzuführen.
Öldunst gerichtet absaugen
Bisher konnten Absauganlagen beim Kaltwalzen von Aluminium die kontaminierte Luft nur ungerichtet abführen. Dadurch mussten große Luftvolumina mit entsprechender Ventilatorleistung bewegt werden. Die neue Absaughaube könne – durch eine verbesserte Form der Zuluftführung und Absaugung – den Öldunst jetzt gerichtet absaugen. Dies halbiere Abluftvolumen und Ventilatorleistung.
Luftqualität und Explosionsschutz
Bei Kaltwalzstraßen in der Aluminiumindustrie sind die Absauganlagen nach dem Antrieb der Walzen mit etwa 20 % der zweitgrößte Energieverbraucher. Walzöle sind kerosinähnliche Kohlenwasserstoffe, die je nach gewünschtem Aluminiumprodukt noch spezielle Additive enthalten. Die Öle werden beim Kaltwalzen aufgesprüht und verdampfen teilweise. Dieser Öldunst muss aus der Umgebungsluft der Walzanlagen wieder abgesaugt werden, um die Luftqualität in den Werkshallen zu gewährleisten, die mögliche Anreicherung unter der Explosionsgrenze zu halten und das teure Arbeitsmittel wiederzugewinnen.
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