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Konstrukteur spart Zeit bei der Auslegung
Auch der Konstrukteur kann von den IGM-Bewegungsplattformen profitieren. Bei diskreten Verstellsystemen, die nicht aus dem Standard-Produktportfolio bedient werden können, benötigt er alle Einzelversteller in Sonderbauform. Dadurch wird der Aufwand von der Konstruktion bis zur Produktion höher, denn auch die mechanische Bearbeitung muss jeweils neu ausgelegt werden, inklusive Erstellung neuer Maschinenprogramme. Beim IGM hingegen muss nicht für jeden Linearversteller neu konstruiert werden. So ist beispielsweise eine 1200-mm-X-Achse mit einer 800-mm-Y-Achse schnell umsetzbar, wenn das Design der Granitplatte einmal festgelegt ist. Im gewissen Rahmen lässt sich die Bauform gut an die Bedingungen anpassen, die der Konstrukteur hat.
Trotzdem sollte man nicht außer Acht lassen, dass eine hohe Flexibilität auch Nachteile hat, denn die Ausführung ist fix. So kann zum Beispiel die Y-Achse nicht einfach nachträglich verlängert werden, denn das würde eine Neukonstruktion zur Folge haben. Zudem kann aufgrund der Verbauung der Service ausschließlich vor Ort beim Kunden vorgenommen werden; er kann also keine Komponenten in Eigenregie austauschen.
Vereinfachte Optimierung von Verfahrweg und Nutzlast
Sowohl die IGM-Systeme als auch die herkömmlichen Positioniertische mit Granitunterbau weisen eine durchdachte Konstruktion auf. Welches System gerade für die jeweilige Anwendung das richtige ist, hängt stark von den jeweils herrschenden technischen und sonstigen Gegebenheiten ab. IGM-Systeme weisen in der Regel eine höhere Steifigkeit auf, da hier weniger Konstruktionselemente integriert werden müssen. Dies führt letztlich zu einer höheren Positioniergenauigkeit und einer besseren dynamischen Leistung. Zudem sind IGM-Systeme aufgrund der besseren Integration der Maschinenkomponenten in die Granitstruktur häufig kompakter. Damit kann der Abbe-Fehler verringert und die Positioniergenauigkeit verbessert werden. Zudem ist es einfacher, die einzelnen Parameter wie den Verfahrweg und die Nutzlast zu optimieren, da bei einer IGM-Lösung jede Achse direkt in die Granitstruktur integriert ist.
Wie Ludwig eingangs berichtet, gab es die Bewegungsplattformen bereits als Sonderanfertigungen, doch jetzt ist es also möglich, diesen Einzelfertigungscharakter variabel auf die Serie zuapplizieren. Dennoch merkt Ludwig an: „IGM darf dabei nicht als ein fertiges Produkt verstanden werden, sondern als ein Konzept, um aufzuzeigen, wie man kundenindividuelle Bewegungssysteme flexibel aufbauen kann. Wir können daran beispielsweise zeigen, wie sich die Achsen und Führungsschienen anordnen lassen, um anschließend das System kundenspezifisch auszulegen.“
Laut Hersteller werden die maßgeschneiderten IGM-Lineartische allen Anforderungen der unterschiedlichen Anwendungen gerecht und sind seit September verfügbar. Für den europäischen Markt erfolgt die kundenspezifische Konfiguration der neuen Lineartische am deutschen Standort in Fürth.
* Weitere Informationen: Uwe Fischer bei der Aerotech GmbH in 90768 Fürth
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