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Motion Control

Neue Bewegungsplattform flexibler als Positioniertische

| Autor / Redakteur: Stefanie Michel / Stefanie Michel

Höhere Steifigkeit und mehr Flexibilität: Die neuen IGM-Lineartische zur Positionierung eröffnen Konstrukteuren noch mehr Möglichkeiten und sparen Zeit bei der Konstruktion.
Höhere Steifigkeit und mehr Flexibilität: Die neuen IGM-Lineartische zur Positionierung eröffnen Konstrukteuren noch mehr Möglichkeiten und sparen Zeit bei der Konstruktion. (Bild: Aerotech)

Wer etwas präzise bearbeiten will, muss esauch exakt positionieren. Statt herkömmlicher Positioniertische steht nun eine neue Möglichkeit zur Verfügung: eine flexible Bewegungsplattform, die einzelne Komponenten, also Führung, Antrieb und Messsystem, direkt auf den Granit aufbringt.

Präzisionsbearbeitung beginnt bei der exakten Positionierung. Deshalb hat Motion-Control-Spezialist Aerotech mit der IGM-Bewegungsplattform eine neue Baureihe entwickelt, die sich nach eigenen Angaben flexibler und skalierbarerer zeigt als herkömmliche Positioniertische. Der Antrieb für die Entwicklung ging von Norbert Ludwig aus, dem Geschäftsführer der Aerotech GmbH in Fürth. Er gab den Anstoß dafür, dass solche Systeme auf den deutschen Markt kommen. Dafür wurde ein schon einmal angedachtes Konzept des Unternehmens wieder aus der Schublade geholt.

Doch was steckt hinter der IGM-Baureihe? „Die Idee hinter IGM, sprich ‚Integrated Granite + Motion’, ist so simpel wie wirkungsvoll. Wir positionieren nicht mehr einen kompletten Linearversteller auf Granit, sondern dessen einzelne Komponenten, sodass Führung, Antrieb und Messsystem direkt auf den Granit aufgebracht sind.

Einzelkomponenten auf zu bewegende Objekte abstimmen

Dadurch unterscheiden sich diese Systeme von herkömmlichen Positioniertischen mit Granitunterbau, die bei der Konstruktion Positioniertische und Maschinenkomponenten als separate Bauteile berücksichtigen. Damit werden erstmals Bewegungskomponenten als Produktgruppe vermarktet und nicht mehr wie bisher als reine Sonderlösung für den Kunden“, erklärt Ludwig.

Zur Wahl stehen unterschiedliche Ausführungen mit mechanischen oder luftgelagerten Achsen. Bei den Antrieben kann zwischen Kugelumlaufspindel und Linearmotor gewählt werden. Außerdem gibt es diverse Feedbackoptionen, die vom einfachen Encoder bis hin zum Laserinterferometer reichen. Schließlich lassen sich zusätzliche Bewegungselemente wie Drehachsen, Hubvorrichtungen, Piezo-Nanopositionierer oder sogar Galvanometer in die IGM-Achsen integrieren – alle Bauelemente können zentral über die Maschinensteuerung A3200 von Aerotech angesteuert werden.

Konstruktionsbedingt bieten die neuen IGM-Lineartische eine höhere Steifigkeit und damit verbunden noch mehr Flexibilität in der Konstruktion. Die Einzelkomponenten können laut Hersteller so ausgewählt werden, dass sie optimal auf die Dimensionen und Massen der zu bewegenden Objekte abgestimmt werden. Bei bisherigen Verstellern hingegen sind Abmessungen und Profilbreiten definiert. Betrachtet man sich als Beispiel die Führungsschienen: Der Abstand und das Profil der Schienen können so ausgewählt werden, dass das bewegte Objekt nahezu perfekt geführt wird.

Ergänzendes zum Thema
 
IGM stärkt Standort Deutschland für Aerotech
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