Hannover-Messe 2013 Neue Energiesparlampe – superhell und quecksilberfrei
Konventionelle Energiesparlampen sind oft unbeliebt, weil viele nur langsam hell werden, klobig wirken und nach Gebrauch speziell entsorgt werden müssen. Mit einer quecksilberfreien Kompaktleuchtstofflampe, die Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und der FH Aachen entwickelt haben, konnten diese Nachteile eliminiert werden.
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„Wir arbeiten seit zwei Jahren an diesem Durchbruch und haben dabei stark von den Fortschritten in der Handy- und Funkmasttechnik profitiert. Hier wurden preiswerte und starke Leistungsverstärker im Mikrowellenbereich entwickelt, die unsere Eintrittskarte in die neue Lampengeneration sind“, erklärt Dr. Rainer Kling vom Lichttechnischen Institut (LTI) des KIT.
Von 3 Mrd. Quecksilberlampen landen 90 % im Müll
Das bisherige Hauptargument gegen Energiesparlampen hat ökologische Gründe. Viele Menschen lehnen die aus Brüssel verordneten Energiesparer ab, weil sie gefährliche Stoffe enthalten. Dazu zählt an erster Stelle das toxische Schwermetall Quecksilber.
Auf der anderen Seite tragen die Bürger aber auch selbst zur Verbreitung von Quecksilber bei, denn nur 20 % aller Lampen werden fachgerecht entsorgt. Dabei werden allein in Deutschland Jahr für Jahr mehrere Millionen der Kompaktleuchtstofflampen (CFL) verkauft. Weltweit sind es sogar mehr als drei Milliarden Stück, von denen 90 % im Müll landen.
Transport zur Sammelstelle wirkt sich negativ auf CO2-Bilanz der Lampen aus
Eigentlich sollten die CFL Energie sparen und die Umwelt schonen. Doch aufgrund ihres Quecksilbergehaltes haben sie den gegenteiligen Effekt. Anbieter von CFL müssen eine fachgerechte Entsorgung mit lokalen Organisationen garantieren, doch der Transport zwischen Haushalten, Sammelstellen, Aufbereitung und Reststoffverwertung ist ein hoher logistischer Aufwand, der sich negativ auf die CO2-Bilanz der CFL auswirkt. Vor diesem Hintergrund waren lange auch LED als Alternative in Betracht gezogen worden, aber sie sind für den Einsatz im Haushalt zu teuer.
Eine Lösung im CFL-Dilemma ist in Sicht: Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und der Fachhochschule Aachen haben unter Leitung von Dr. Rainer Kling (KIT) und Prof. Holger Heuermann (FH Aachen) eine Alternative geschaffen, die alle Nachteile der bisherigen Energiesparlampen aus dem Weg räumt.
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