KLIMA fürs Klima

Keramikartige Isolierung pusht Wirkungsgrad von Elektromotoren

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Auf andere Elektromotorteile übertragbare Isolierung

In sogenannten Motoretten – Teilkomponenten einer elektrischen Maschine – wird die Wicklungsisolation dann einem künstlich in Gang gesetzten Alterungsprozess ausgesetzt. Die vier Faktoren des Tests sind unter dem Kürzel „TEAM“ zusammengefasst. „T“ steht für thermische Stabilität, „E“ für elektrische Durchschlagsfestigkeit, „A“ (ambient) für die Reaktion auf Umgebungseinflüsse (etwa Feuchtigkeit) und „M“ für mechanische Belastung. Basierend auf den Testergebnissen wird der Beschichtungsprozess am IKTS optimiert. Prüfung und Anpassung erfolgen in mehreren Zyklen mit dem Ziel, die möglichst gleiche elektrische Durchschlagsfestigkeit zu erreichen, wie eine übliche Lackisolation. Was Aluminiumdrähte anbelange, so sei die Prozessentwicklung etwas einfacher als bei Kupferdrähten, bei denen eine direkte Anodisierung nicht funktioniere. Auf dem Kupferdraht wird deshalb zunächst eine Aluminiumschicht abgeschieden, die dann oxidiert wird, so die Forscher. Eine Übertragung der Beschichtungstechnik auf Läuferstäbe oder Blechpakete von Asynchronmaschinen mit Kurzschlussläufer ist ebenfalls denkbar, was auch im Rahmen des Projektes getestet wird, wie die Dresdener anmerken.

Eine E-Motor-Isolation mit Materialkreislaufeffekt

Nach Abschluss der Prozessentwicklung wollen die Verbundpartner einen Demonstrator bauen, um zu erfahren, welche Ressourceneffizienz mit der neuen Isolierung möglich ist. Durch die Erhöhung von Wirkungsgrad und Leistungsdichte lässt sich dann Material einsparen, weil die Maschine kleiner gebaut werden kann. Zudem haben die Beteiligten mit dem Aluminiumoxid ein Isoliersystem ohne organische Bestandteile ausgewählt, das besser zu recyceln ist. Und Außer der HTWD und dem IKTS zählen auch die Unternehmen Additive|Drives, Wieland-Werke, Wieland e-Traction Systems sowie Fischer Oberflächentechnik zu den Partnern im Forschungsvorhaben KLIMA, wenn es um die Industrie geht. Das Projekt läuft übrigens noch bis Dezember 2026.

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