Maschinenrichtlinie

Neue Maschinenrichtlinie fordert stärkere Sicherheitsbetrachtung

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Diese Punkte treffen übrigens nicht nur den Hersteller (unvollständiger) Maschinen, sondern auch die „In-Verkehr-Bringer“ derselben. Und weiterhin gilt beim Überarbeiten einer Maschine durch den Hersteller im Auftrag des Betreibers:

  • Die Verantwortung liegt beim Betreiber.
  • Die Maßnahmen sind vertraglich zu klären.
  • Der Hersteller hat den Betreiber auf mögliche Sicherheitsmängel und neue Erkenntnisse hinzuweisen (ansonsten kann eine mögliche Mitschuld bei einem späteren Unfall geltend gemacht werden).

Mitarbeiter für Maschinenrichtlinie sensibilisiert

Die beteiligten Mitarbeiter der SMS Meer GmbH sind nach den Seminaren ausreichend sensibilisiert für dieses Thema. In der Folge entsteht nun ein großes Arbeitspaket – für alle Maschinenhersteller, In-Verkehr-Bringer und weitere Beteiligte.

Wenn im Maschinenbau über Sicherheit diskutiert wird, heißt es meist, Sicherheit kostet Geld. Der Gesetzgeber muss dagegen die Gesundheit und Unversehrtheit der an den Maschinen arbeitenden Menschen in den Mittelpunkt seiner Überlegungen und Richtlinien stellen.

Neue Maschinenrichtlinie beugt Rechtsstreitigkeiten vor

Betrachtet man die jährlichen Kosten der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) – Renten, Krankenhaus- und Aufklärungskosten, … – macht das Milliardenbeträge unseres Bruttosozialproduktes aus. Der Gesetzgeber akzeptiert es folglich nicht, wenn an einer Stelle gespart, an anderer Stelle jedoch das Vielfache an Kosten und menschliches Leid riskiert werden.

Unter diesem Gesichtspunkt schaffen die neue Maschinenrichtlinie und neue Normen mehr Klarheit, beugen Rechtsstreitigkeiten vor und geben dem Thema Sicherheit einen anderen, höheren Stellenwert in Konstruktion und Maschinenbau.

Die Maschinenrichtlinie wendet sich nicht nur an die Maschinenbauer, die innerhalb der EU sitzen, sondern auch an die In-Verkehr-Bringer. Damit gilt die Richtlinie auch für Maschinen, die von außerhalb der EU eingeführt werden.

* Silvia Gehri ist Vertriebsmitarbeiterin, Jürgen Hasel ist Techniktrainer; beide sind tätig im Bereich Festo Training and Consulting der Festo Didactic GmbH & Co. KG in 73770 Denkendorf

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