Werkzeuge Neue Nanocompositebeschichtung erlaubt Hart- und Weichbearbeitung
Üblicherweise werden die Beschichtungen für Werkzeuge an den jeweiligen Einsatzzweck angepasst. So wurden für die Bearbeitung von harten und weichen Werkstoffen bisher unterschiedliche Veredelungskonzepte verfolgt. Ein neuer Schichtwerkstoff spannt jetzt den Bogen über den Härtebereich HRC 35 bis 65.
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Warum zwei unterschiedliche Beschichtungen verwenden, wenn es auch mit einer gehen kann? Wenn es gelänge, harte und weiche Materialien mit nur einem einzigen Werkzeug bearbeiten zu können, würde sich die Produktqualität verbessern und dies außerdem Zeit und Kosten sparen. Das waren der gedankliche Ansatz und die Motivation der HAM Hartmetallwerkzeuge Andreas Maier GmbH aus Schwendi-Hörenhausen.
HAM stellt Vollhartmetall-Werkzeuge her
HAM betreibt zwar eine eigene Beschichtungsproduktion, doch für das Feintuning von Veredelungen richtete HAM sich an das Unternehmen Cemecon aus Würselen. Cemecon konnte für das Vorhaben den neuartigen nitridbasierten Schichtwerkstoff HSN² beisteuern – ein sogenanntes Nanocomposite (Bild 1).
HAM ist Spezialist für die Herstellung von Vollhartmetall-Werkzeugen und weiß, dass bei der Konstruktion neuer Produkte das Zusammenspiel von drei maßgeblichen Parametern – dem Substrat, der Geometrie und der Beschichtung – den Erfolg eines neuen Werkzeugkonzeptes ausmacht. Mit diesen Stellschrauben kann sich der Zerspaner meist schon grob an die Lösung einer neuen Aufgabe herantasten.
Ein Schichtsystem erfülltjetzt zwei Aufgaben
Wirklich spannend wird es jedoch, wenn zur Optimierung der Parameter eine Feinabstimmung im Detail nötig wird. Nicht selten müssen dazu ganz neue Wege beschritten werden, wie die Beschichtungsexperten von Cemecon wissen. HAM vertraute bisher auf das Supernitrid Hyperlox, das bisher ausschließlich zur Beschichtung von Fräsern für die Hartbearbeitung bis 65 HRC genutzt wurde. Bekannt war bereits, dass das Supernitrid Hyperlox in seiner Leistungsfähigkeit damit noch nicht völlig ausgereizt war.
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