Kupplungen Neue Spindelkupplung vereinfacht Konstruktion

Portalfräsmaschinen dienen zur Fertigung großer Werkstücke. Entsprechend lang muss das Spindelgehäuse der Z-Achse sein. Üblicherweise wird die Leistung vom Motor über eine mehrfach gelagerte Welle auf den Spindelkopf gebracht. „Es gab bisher nichts Vergleichbares zur neuen Roba-DS Spindelkupplung“, sagt Dipl.-Ing. Fritz Mayr, geschäftsführender Gesellschafter der Chr. Mayr GmbH + Co. KG.

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Die biegekritische Drehzahl einer Vollwelle ist relativ gering. Deshalb sind mehrere Lagerstellen notwendig mit entsprechend hohem Montage- und Fertigungsaufwand. Die Lagersitze müssen genau konzentrisch zueinander sein, um eine entsprechende Laufqualität zu erreichen.

Roba-DS-Spindelkupplung erlaubt einfacheren Aufbau der Spindel

„Die Roba-DS-Spindelkupplung erlaubt einen weitaus einfacheren Aufbau der Spindel und des Spindelgehäuses bei geringerem Herstell- und Montageaufwand“, erläutert Fritz Mayr, „gleichzeitig kann die Spindelleistung durch Übertragung höherer Drehzahlen und Drehmomente gesteigert werden. Die Maschine wird leistungsstärker und kostengünstiger.“

Sie verbindet die obere und untere Welle reibschlüssig mit Spannringnaben. Diese Naben sind beidseitig über patentierte Lamellenpakete mit der Zwischenhülse verbunden. Die Hülse besteht aus einem dünnwandigen Präzisionsrohr, das x-fach höhere Drehzahlen ermöglicht im Vergleich zu einer Welle.

Kupplung mit geringerem Massenträgheitsmoment

Weitere Vorteile sind das geringere Massenträgheitsmoment und die wesentlich höhere Drehfedersteifigkeit. Die flexiblen Lamellenpakete übertragen das Drehmoment, gleichen Verlagerungen zwischen der oberen und unteren Welle aus und minimieren die radiale und axiale Belastung auf die Wellenlager.

Speziell geformte Bundbuchsen sorgen dafür, dass das Drehmoment vom Lamellenpaket auf die Naben beziehungsweise die Hülse spielfrei übertragen wird. Die im Katalog definierten Nennmomente sind ohne jegliche Einschränkung nutzbar. Eine Reduzierung aufgrund von Wellenverlagerungen, Lastkollektiv oder Wuchtanforderungen ist nicht notwendig.

Kupplung für Anwendungen bei hohem Drehmoment und hoher Drehzahl geeignet

Durch ihre hohe Leistungsdichte eigne sich die Spindelkupplung für Anwendungen bei hohem Drehmoment und hoher Drehzahl. Extrem hohe Drehzahlen können laut Hersteller bei kleinsten Außendurchmessern übertragen werden. Unterschiedliche Hülsenausführungen und Hülsenmaterialien erlauben eine weitere Drehzahlsteigerung, je nach Anforderung.

Mit der Kohlefaserverbund-Hülse sind Drehzahlen von 10 000 min–1 und höher möglich, und dies bis zu einer Hülsenlänge von 1,5 m, so der Hersteller. „In Gesprächen mit Kunden haben wir festgestellt, dass die Roba-DS-Spindelkupplung auf großes Interesse stößt und eine hohe Nachfrage auf dem Markt generiert“, konstatiert Mayr. Allerdings sei das Produkt noch nicht flächendeckend bekannt. „Wir erwarten uns von der Präsentation auf der EMO eine deutliche Steigerung des Bekanntheitsgrades“, so Mayr .

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