Kreyenborg-Gruppe Neuentwicklungen zur Polymerisation und Granulierung auf der Fachtagung Kunststoffverarbeitung
Unter dem Titel „Extrusion und Polymerisation heute“ hat die Kreyenborg-Gruppe ihre 5. Fachtagung Kunststoffverarbeitung veranstaltet. Experten aus der Branche stellten den Stand und die Trends der Bereiche Maschinen- und Verfahrenstechnik vor.
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Eröffnet wurde der erste Tag von Dr. Ulrich Berghaus von Reimotec, der über die Direktextrusion von PET-Flakes referierte. Neben verschiedenen Extruder-Konzepten und den Neuentwicklungen beim PET-Verpackungsband ging er dabei intensiv auf die enorme Bedeutung der Schmelzefiltration ein. Durch den Einsatz des Siebwechslers V von Kreyenborg stellt man bei Reimotec eine einwandfreie Produktion von PET-Verpackungsband aus reinem Rezyklat auch bei starken und wechselhaften Materialverschmutzungen sicher. Zudem ist die Rückspülmasse beim V-Siebwechsler um etwa 1% geringer als bei anderen Systemen, die in solchen Anwendungen zum Einsatz kommen, was etwa 1% mehr verkaufbares Produkt bedeutet.
Wie man effizient „vom Ausschuss-Spritzgussteil zum hochwertigen Regranulat“ kommt, zeigte Matthias Weinmann von Coperion Werner & Pfleiderer. Dazu stellte er ein Recycling-Konzept vor, das auf einem STS-Standard-Twin-Screw-Compounder von Coperion, einem Schmelzefilter von Kreyenborg und einer Unterwassergranulierung von BKG basiert.
Ringextruder zur Verarbeitung und zum Recycling von PET
Auf die Verarbeitung und das Recycling von PET konzentrierte sich Thomas Bauer bei seiner Vorstellung des Ringextruders von Extricom. Durch die besondere Bauweise dieses Systems komme es in allen Zonen des Extruders zu einem sehr geringen IV-Abbau, einem Schlüsselfaktor bei der PET-Verarbeitung.
Einen Überblick über die „Realität und Zukunft der steifen PET-Verpackung“ gab Andreas Blin von Brückner Formtec. Dabei beleuchtete er verschiedene Arten von PET, die Produktionskosten und die Entwicklung am PET-Markt. Im Bereich Maschinentechnik verglich er verschieden Extruderkonzepte und erläuterte die Unterschiede von Glättwerk und Gießwalze bei der Folienherstellung.
Bei der Produktion Zeit und Geld sparen will jeder. Wie es geht, zeigte Marcus Vogt von Kreyenborg bei der Vorstellung des Infrarot-Drehrohres IRD. Wie dieses System in Minuten statt Stunden Schüttgüter erwärmt, trocknet und kristallisiert und dabei weniger Energie verbraucht als herkömmliche Systeme, wurde ausführlich dargestellt. Zudem stellte Vogt die Schwerpunkte PET- und PLA-Verarbeitung mit dem IRD vor.
Optimierung von Standzeiten bei Schmelzefiltern
Neben einer ausgereiften Technik bei Schmelzefiltern beeinflusst auch die Wahl der Filterelemente selbst die Standzeiten erheblich. Mit der Optimierung der Standzeiten beschäftigte sich der Vortrag von Friedrich Edelmeier von Haver & Boecker. Dabei stellte er verschiedene Siebarten vor und erläuterte die Auswahlkriterien.
Zum Abschluss des ersten Tages stellte Dr. George Dadiani von P.T.P. Plastic Technologies & Products aus Tschechien einen ausführlichen Vergleich zur Verwendung von PET Neu- und Recyclingware an. Als Lösung für das Recycling erläuterte er das PET-M-Verfahren von P.T.P., das die Produktion eines außerordentlich hochwertigen Materials unter sehr effizienten Bedingungen erlaubt.
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