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Im Anschluss an die Fachvorträge hatten die Besucher die Möglichkeit, die Betriebe von Kreyenborg und BKG zu besichtigen. Bei einer Technikumsvorführung konnten Sie sich einen genauen Eindruck von der Kreyenborg-Gruppe und ihren Systemen machen.
In einer lebhaften Diskussionsrunde wurde den Vortragenden vom Auditorium noch einmal detailliert auf den Zahn gefühlt. Besonderes Interesse dabei galt der Infrarot-Technologie von Kreyenborg sowie einigen Details im Bereich Schmelzefiltration.
Extrusion ist Schlüsselkomponente in der Compoundierung

Der zweite Tag der Veranstaltung war der Compoundierung gewidmet. Auch hier erschienen zahlreiche Interessenten und Fachleute aus diesem Bereich. Eröffnet wurden die Fachvorträge von Rolf Welsch von Brabender, der einen genauen Überblick über die „Anlagenplanung mit Dosiergeräten für die Compoundierung“ gab. Dabei stellte er nicht nur verschieden Konzepte zum Wiegen und Dosieren vor, sondern machte auch auf Kostenreduzierungen durch vorgefertigte Baugruppen aufmerksam. Abschließend stellte Welsch den Branbender Feeder Scout vor, ein Werkzeug zur Auswahl von Dosierungen.
Sabine Schönfeld von Coperion Werner & Pfleiderer stellte Technik und Anwendungsmöglichkeiten der ZSK Doppelschnecke von Coperion vor. Anschließend referierte sie über verschiedene Möglichkeiten der Leistungssteigerung eines Extruders. Dabei ging Schönfeld auf Details im Extruderaufbau sowie auf Möglichkeiten zur Heizung, Kühlung und Entgasung ein.
Einen breiten Überblick über „integrierte Maschinen- und Anlagentechnik in der Compoundierung“ bot Ralf J. Dahl von Krauss-Maffei Berstorff. Dazu zeigte er die verschiedensten Anwendungsbeispiele in der Compoundierung und ging ausführlich auf die verschiedenen Serien von Zweischneckenextrudern ein. Zudem stellte er neue Methoden für die vorbeugende Instandhaltung bei Extrudern vor.
Planetwalzenextruder zur Aufbereitung von Polymeren
Ein anderes Extruder-Konzept hatte Peter Hellwig von Entex Rust & Mitschke im Gepäck. Er hielt einen Vortrag über die Aufbereitung von Polymeren mittels Planetwalzenextruder. Neben den verschiedenen Einsatzgebieten dieser Technik wurden die technischen Details genau beleuchtet. Neben einem Vergleich zu anderen Systemen gab Hellwig einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.
Den „biologisch abbaubaren Kunststoffen“ widmete Jörg Kummer von der BKG Bruckmann & Kreyenborg Granuliertechnik seine Aufmerksamkeit. Er referierte über die Grundlagen der Bio-Kunststoffe, die Einsatzmöglichkeiten und Produktionsmethoden. Kummer legte ausführlich dar, wie die Technik von BKG und Kreyenborg zur Verbreitung biologisch abbaubarer Kunststoffe, zum Beispiel PLA, beiträgt.
Lohnhersteller brauchen flexible Compoundier-Anlagen
Über „Compoundierung und deren Umgebungseinflussfaktoren“ sprach Rainer Kasten von Polycomp. Als Lohn- und Lizenzhersteller ist für Polycomp eine Flexibilisierung der Anlagen ein entscheidendes Thema. Hier erklärte er Rahmenbedingungen und Beispiele. Außerdem machte er auf die Bedeutung einer ausgeklügelten Steuerung und Datenanalyse aufmerksam.
Für die BSG Bruckmann Steuerungstechnik vertiefte Heiner Bommers „das Automatisierungskonzept im industriellen Alltag“. Hier ging er ein auf den modularen Aufbau und die hohe Funktionalität des BSG-One-Konzepts. Die Möglichkeit, die Produktion inklusive Vor- und Nachbereitung über ein System zu steuern und zu verwalten, ist gerade für Compoundeure von entscheidendem Vorteil.
Passend zu einem Trend in der Compoundierung wurde anschließend im Technikum der BKG demonstriert, wie einfach und zuverlässig die Herstellung von Mikrogranulat mit einer Unterwassergranulierung zu realisieren ist.
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