Hochregallager Neues Hochregal-Silo speichert Beschlagteile von Häfele
Häfele, Spezialist für Möbelbeschläge, Baubeschläge und Spezialsortimente, hat im Sommer dieses Jahres sein drittes Hochregallager in Silobauweise für 9195 Europaletten in Betrieb genommen. Das Silo ist rund 74 m lang, 30 m breit und 23 m hoch und verfügt über acht Gassen.
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Die in Nagold im nördlichen Schwarzwald beheimatete Häfele GmbH & Co. ist mit über 50 000 Produkten in ihrem Sortiment Partner der Möbelindustrie, des holzverarbeitenden Handwerks, des Beschläge-Fachhandels, der Architekten und Planer sowie der Bauherren und Investoren. Mit zehn über das Bundesgebiet verteilten Verkaufsbüros und über 100 Fachberatern ist man stets vor Ort.
Täglich werden über 4500 Versandaufträge bearbeitet
In Nagold bewirtschaftet Häfele ein eigenes Zentrallager, in dem das umfangreiche Beschlagssortiment verwaltet und bereitgestellt wird. Durch die hohen Investitionen in die Lagerhaltung kann Häfele seinen Kunden die Lieferfähigkeit und kurze Lieferzeiten garantieren. Im Zentrallager und Versandzentrum Nagold werden täglich über 4500 Aufträge bearbeitet.
Im Sommer dieses Jahres entstand ein drittes Hochregallager in Silobauweise, dessen Stahlbau — insgesamt rund 450 t warm und kalt gewalzte Profile — die Kocher Regalbau GmbH aus Stuttgart lieferte und montierte. Dabei wurden 200000 Schrauben verbaut. Weil die im Hochregallager untergebrachten Ladeeinheiten unterschiedlich groß sind und zum Teil in Längsrichtung abgestellt werden, montierte man in den Lagerfächern Tiefenauflagen und Durchschubsicherungen.
Regalbediengeräte gelangen durch das Dach ins Hochregallager
Zum Auftragsumfang des Silo-Spezialisten Kocher gehörte auch die Dach- und Wandverkleidung. Das Dach erhielt direkt über den acht Gassen knapp 6 m lange und knapp 2 m breite Aussparungen, um die Regalbediengeräte von oben einbringen zu können. Bei einem Hochregallager durchaus nicht gängige Praxis ist ein 2 m hohes Fensterband in der Wand, das über die gesamte Breite des neuen Lagers bei Häfele läuft. Diese Fenster sorgen für ausgezeichnete Lichtverhältnisse, wie es heißt.
Zu den Besonderheiten der Stahlkonstruktion gehören die Bühnen: Im vorderen Lagerbereich wurden drei Bühnen übereinander angeordnet — zwei für die Fördertechnik und eine, die oberste in rund 9 m Höhe, für Besucher. An der Rückseite des Silos gibt es eine weitere Bühne, die Fördertechnik aufnimmt.
Kommissioniert wird nach dem Prinzip „Mann zur Ware“
Der Grund für die zahlreichen Förderstrecken ist, dass in dem halbautomatischen, mit schienengeführten Regalbediengeräten ausgestatteten Lager nach dem Prinzip „Mann zur Ware“ kommissioniert wird. Folglich müssen sehr viele leere, teilbeladene und volle Paletten ein- und ausgelagert werden. Ebenfalls etwas Besonderes sind nach Unternehmensangaben die Förderstrecken unter allen Einfach- und Doppelregalzeilen, die darum bis etwa zur halben Lagerlänge als Portale ausgebildet sind. Diese Förderer dienen dem Aufpuffern von Paletten.
Zehn Wochen dauerte es, bis Kocher Regalbau die Montage des Silos und seiner Umhüllung mit Dach und Wand termingerecht abgeschlossen hatte.
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