Ruhe vor dem Sturm! Noch mehr Insolvenzen im Maschinenbau und bei Metallwaren möglich

Quelle: Falkensteg 3 min Lesedauer

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Zum Start der Hannover Messe veröffentlichte die Unternehmensberatung Falkensteg eine aktuelle Analyse zu Großinsolvenzen in den Schlüsselbranchen Maschinenbau und Metallwaren. Es ist nicht vorbei!

Die Unternehmensberatung Falkensteg rechnet im laufenden Jahr mit einem weiteren Anstieg der Insolvenzen im Maschinen- und Anlagenbau. (Bild:  Markus Mainka - stock.adobe.com)
Die Unternehmensberatung Falkensteg rechnet im laufenden Jahr mit einem weiteren Anstieg der Insolvenzen im Maschinen- und Anlagenbau.
(Bild: Markus Mainka - stock.adobe.com)

Nach einem, wie es Falkensteg ausdrückt, dramatischen Anstieg der Insolvenzen im Jahr 2024 gönnte man dem deutschen Maschinenbau und dem Metallwarensektor im ersten Quartal 2025 immerhin eine kurze Verschnaufpause. Im ersteren Bereich lag die Zahl der Insolvenzen in den ersten drei Monaten 2025 bei fünf Fällen, was im Vergleich zum Vorjahreszeitraum konstant blieb. Die Metallwarenbranche verbuchte einen leichten Aufwärtstrend der Insolvenzen zum Vorjahr. Dort ging es von acht auf zehn Pleiten nach oben. (Falkensteg untersucht übrigens Unternehmen mit einem Umsatz von über 10 Millionen Euro). „Die Branchen werden wie ein Schiff auf stürmischer See gebeutelt, wie die Experten es ausdrücken. „Nach der Flutwelle 2024 erleben wir gerade die trügerische Ruhe vor dem nächsten Sturm im laufenden Jahr“, befürchtet Sebastian Wilde, Partner bei der Unternehmensberatung Falkensteg. Ab dem zweiten Quartal werden nämlich die Jahresabschlüsse erstellt. Dann wird es mit der Bankenkommunikation schwieriger, wenn die schlechten Jahresabschlüsse des Vorjahres vorliegen. Typischerweise liegen die Insolvenzzahlen im ersten Quartal immer niedriger als in den folgenden Quartalen, wie Wilde sagt.

Automobilgeschäft – der Schierlingsbecher zum Jahresende

Im Gesamtjahr 2024 stiegen die Insolvenzen im Maschinenbau im Vergleich zum Vorjahr um 33 Prozent (auf 32 Fälle). Bei Metallwarenherstellern war der Anstieg mit 71 Prozent auf 48 Fälle leider noch dramatischer. Im Durchschnitt verzeichnete der Maschinenbau acht Insolvenzen pro Quartal. Bei den anderen Playern lag der Quartalsdurchschnitt bei einem Dutzend. Besonders das vierte Quartal 2024 zeigte einen sprunghaften Anstieg. Und zwar als 24 Metallwarenhersteller und 12 Maschinenbauer Insolvenzanträge stellen mussten. Den „Todesstoß“ erhielten die meisten Betroffenen laut Wilde durch die schlechte Lage im Automobilsektor. Die Aussichten für das laufende Jahr ließen auch weiterhin nichts Gutes ahnen. Die deutsche Maschinenbauproduktion, die 2024 bereits um 5,7 Prozent schrumpfte, wird sich nach Experteneinschätzungen um weitere 0,6 Prozent eindampfen. Diese Prognose stehe auch noch im Kontrast zur globalen Entwicklung, für die ein Wachstum von 3,6 Prozent erwartet wird. Treiber sind die USA und der asiatisch-pazifischen Raum, wie es dazu heißt. „Eine weitere Steigerung der Insolvenzen um 20 Prozent ist deshalb durchaus realistisch“, so Wilde. Die bestehenden Unsicherheiten durch die US-Administration, wegen der Zölle und den schwächelnden Absatzmärkten erschwerten eine positive Prognose.

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