VDMA Norddeutsche Maschinenbauer weiter unter vollen Segeln

Redakteur: Jürgen Schreier

Maschinen und Anlagen aus Norddeutschland sind weltweit gefragt. Deshalb rechnet der Branchenverband VDMA für die Bundesländer Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen auch in 2008 mit einem Umsatzwachstum von über 5%.

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Dabei bezeichnen 90% der an der jüngsten Konjunkturumfrage des VDMA beteiligten Unternehmen die aktuelle Auftragssituation als gut oder sogar sehr gut. Trotz der stark gestiegenen Material- und Energiekosten blickt die Branche optimistisch in das Jahr 2009.

„Für unsere Innovationsbranche das fünfte Wachstumsjahr in Folge“, so Klaus-Hasso Heller, Vorsitzender des VDMA Nord bei der Vorstellung jüngsten Konjunkturumfrage des Verbandes in Hamburg. „Wir vertrauen auf die Kräfte des Standortes Deutschland und bauen auf die Leistungsfähigkeit auch in den kommenden Jahren“.

Der anhaltend dynamische Wachstumsprozess im norddeutschen Maschinen- und Anlagenbau vollzieht sich auf einer breiten Basis. 86% der Unternehmen rechnen in 2008 mit einem Umsatzwachstum, nur noch 4% mit einem Rückgang. Dabei wollen 76% der Unternehmen sogar mit einer Rate von mehr als 5% expandieren.

Der norddeutsche Maschinen- und Anlagenbau hat seit Anfang 2007 über 6000 Arbeitsplätze aufgebaut. Auch in den kommenden Monaten wollen noch 61% der an der Umfrage beteiligten Unternehmen das Personal aufstocken. Da der Arbeitsmarkt aber weitgehend leergefegt ist, wird es aber immer schwieriger, diese Stellen zu besetzen.

Langfristige Strategien des Maschinenbaus gegen Arbeitsplatzmangel

Um den längerfristigen Bedarf an Facharbeitern zu decken, haben die Unternehmen des norddeutschen Maschinen- und Anlagenbaus die Zahl der Ausbildungsplätze erhöht. 22% der an der Umfrage beteiligten Unternehmen haben in diesem Jahr nochmals mehr Auszubildende eingestellt, nur 7% weniger. Insgesamt bilden 93% der Betriebe aus.

Immer noch eine Wachstumsbremse ist der Mangel an Ingenieuren. 69% der an der Umfrage beteiligten Unternehmen melden derzeit offene Stellen im Ingenieurbereich. Dabei haben die Hälfte der Unternehmen Probleme, geeignete Ingenieure für Entwicklung und Konstruktion zu finden.

„Wir versuchen, bereits in der Schule junge Menschen für Technik zu interessieren und stellen sie direkt nach Erreichung der Hochschulreife bei uns ein, damit Sie in dualen Studiengängen neben der Theorievermittlung gleich den praktischen Alltag kennenlernen und frühzeitig für uns produktiv einsetzbar sind“, so Heller. Die Erfolge sind bereits sichtbar. So ist die Zahl der Studienanfänger in den Bereichen Maschinenbau, Verfahrenstechnik und Elektrotechnik seit dem Tiefpunkt im Wintersemester 1987/88 wieder von 31000 auf 60000 angestiegen. Diese Ingenieure werden auch dringend benötigt, da in den nächsten Jahren 75% der befragten Unternehmen mehr Ingenieure einstellen wollen.

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