Ragnarök Northvolt trennt sich von weit über tausend Mitarbeitern in seiner Heimat

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Der krisengebeutelte Batteriehersteller Northvolt hat die Entlassung von schätzungsweise 1.600 Mitarbeitern in Schweden angekündigt – das sind 25 Prozent der dortigen Belegschaft!

Gut fotografiert! Tja, die Sonne versinkt hinter dem Northvolt-Konzern in Schweden. Denn der Batteriehersteller will nach eigener Aussage rund 1.600 Mitarbeiter in verschiedenen Standorten auf die Straße setzen, wie die dpa meldet.(Bild:  Northvolt)
Gut fotografiert! Tja, die Sonne versinkt hinter dem Northvolt-Konzern in Schweden. Denn der Batteriehersteller will nach eigener Aussage rund 1.600 Mitarbeiter in verschiedenen Standorten auf die Straße setzen, wie die dpa meldet.
(Bild: Northvolt)

Bei Northvolt zieht sich die Schlinge offensichtlich immer enger um den Hals. Nun drohen Entlassungen in Schweden. Dabei handelt es sich um 1.000 Stellen am Stammwerk Skellefteå, 400 in Västerås und 200 in Stockholm, wie der Konzern mitteilte. Insgesamt entspricht das knapp einem Viertel der gesamten Northvolt-Belegschaft in Schweden. Auch wenn das Momentum der Elektrifizierung insgesamt weiterhin stark sei, müsse man die richtigen Schritte zum richtigen Zeitpunkt tätigen, um dem Gegenwind auf dem Automobilmarkt zu begegnen, erklärte Northvolt-Chef Peter Carlsson.

Northvolt war wohl etwas zu forsch

Alle Energie und Investitionen müssten nun auf dem Kerngeschäft liegen. Ein erfolgreiches Hochfahren der Großserienproduktion von Batteriezellen in der Fabrik Northvolt Ett in Skellefteå sei deshalb entscheidend für die Belieferung der Kunden und für einen nachhaltigen Geschäftsbetrieb. Heute getätigte Entschlüsse, so schwierig sie auch seien, seien für die Zukunft von Northvolt also erforderlich. Northvolt Ett ist nach Unternehmensangaben die erste und einzige Gigafabrik für Batteriezellen eines europäischen Unternehmens, die in Produktion gegangen ist. Seit Jahresbeginn hat sich die dortige Produktion demnach verdreifacht. Carlsson hatte bereits zugegeben, dass Northvolt bei seinen Expansionsplänen etwas zu aggressiv gewesen ist und das Vorgehen nun geprüft wird. Wenige Wochen zuvor hatte BMW einen Auftrag für Batteriezellen im Wert von zwei Milliarden Euro zurückgezogen.

Northvolt-Entscheidung trifft Werk Heide nicht

Der Bau des Northvolt-Werks im schleswig-holsteinischen Heide wurde in der Konzernmitteilung aber nicht erwähnt. Heide sei von der Ankündigung als nicht betroffen, bestätigte ein Unternehmenssprecher. Northvolt will bei bis zu eine Million Batteriezellen für Elektroautos pro Jahr bauen. Den Startschuss für den Bau des 4,5-Milliarden-Euro-Projekts hatten Ende März unter anderem Kanzler Olaf Scholz (SPD) und Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) gegeben. Der momentan ebenso gebeutelte Volkswagen-Konzern ist an Northvolt beteiligt und will im großen Stil Batterien von den Schweden beziehen, wie es weiter heißt. Ende 2023 betrug der Anteil der Wolfsburger an Northvolt laut Geschäftsbericht immerhin 23 Prozent.

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