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Bei Modellbau Hochstein wurde zunächst eine Basiseinheit mit sechs Spanntöpfen eingesetzt, die auf einer kleinen Maschine installiert wurde. Weil der Probelauf auf der kleinen Maschine sehr erfolgreich verlief, wurden zusätzlich eine große Fräsmaschine und zwei Messmaschinen mit dem Nullpunkt-Spannsystem ausgestattet. Auf diese Weise kann der Fertigungsprozess der Messlehren kurzfristig unterbrochen, das Werkstück auf der Messmaschine überprüft und anschließend zur Weiterbearbeitung wieder aufgespannt werden.
Lästiges Neuausrichten bleibt Modellbauer erspart
Müssen dabei Änderungen an der Messlehre vorgenommen werden, bleiben dem Modellbauer lästiges Neuausrichten und Umspannen erspart. Mit Zero-Clamp lässt sich das Bauteil problemlos wieder in die Ausgangsposition aufspannen und ohne störende Spannvorrichtungen oder Umspannen komplett fertig bearbeiten.
Früher war das Anbringen der Spannmittel ein langwieriger Prozess. Zuerst wurde eine Konsole auf den Tisch geschraubt, darauf die Schraubstöcke angebracht, die wiederum mit einer Messuhr ausgerichtet werden mussten. Dank der vorgerüsteten Paletten trägt das Nullpunkt-Spannsystem zu einer erheblichen Minimierung der Rüstzeiten bei (Bild 2). Am Ende war man bei Modellbau Hochstein selbst überrascht, dass sich der Rüstaufwand tatsächlich um 95% reduziert hatte. Bei durchschnittlich drei bis vier Rüstvorgängen pro Bauteil konnte zudem die Maschinenlaufzeit erheblich gesteigert werden.
Ob Drehen, Fräsen oder Schleifen – das Nullpunkt-Spannsystem lässt sich durch seine unkomplizierte Technik problemlos in alle Anwendungen integrieren. Alle Komponenten bestehen aus rostfreiem oder korrosionsgeschütztem Stahl. Zudem überzeugt das Spannsystem durch seine wartungsarme Instandhaltung: Da es nicht hydraulisch betrieben wird, können auch keine Leckagen entstehen. Werden bei anderen Systemen mehrere Spannbolzen benötigt, um das Werkstück genau auszurichten, kommt Zero-Clamp mit nur einer einzigen Sorte aus.
Die Vorteile des Nullpunkt-Spannsystems zeigen sich vor allem im Prototypenbau sowie bei der Fertigung von Klein- und Mittelserien, also überall dort, wo oft umgerüstet wird. Die Ansicht, dass sich Nullpunkt-Spannsysteme ausschließlich für die Serienbearbeitung eignen, konnte so widerlegt werden.
Enrico Veraldi ist Leiter Marketing Communication bei der Hoffmann GmbH in München.
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