Euroblech 2008 Oberflächen komplizierter Umformteile mit Vakuum-Reinigungsanlage säubern

Redakteur: Josef-Martin Kraus

Der Anlagenhersteller Pero erläutert auf der Euroblech 2008, wie komplexe, mit unterschiedlichen Ölen verschmutzte Umformteile perfekt sauber werden. Die Antwort für die Teilereinigung heißt Lösemittel-Reinigung.

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Dazu stellt Pero auf der Messe die Vakuum-Reinigungsanlage V2 Universal vor. Sie kann mit chlorierten und unhalogenierten Kohlenwasserstoffen (CKW und KW) arbeiten, aber auch mit modifizierten Alkoholen. Aufgrund dieser Auswahl an organischen Reinigungsmedien seien Vakuum-Reinigungsanlagen extrem zukunftssicher.

So ist es selbstverständlich, dass nicht nur die Anlage V2 Universal den Vorschriften der Emissionsbegrenzung sowie des Brand- und Explosionsschutzes genügt. Das große Anwendungsspektrum, das die Anlage aufgrund der Reinigung mit unterschiedlichen Medien erschließt, ist in der Umformtechnik von Vorteil. Dort wird mit sehr unterschiedlichen Ölen gearbeitet, weil jeder Prozess seine Tücken hat. So reicht in einem Fall ganz normales Öl, in einem anderen Fall muss es sogar chlorhaltig sein. Darüber hinaus gibt es Prozesse, die vollsynthetisches Öl verlangen. Folglich zeigt sich in der Fertigungskette beim Umformen das Bearbeitungsöl das erste Mal als „kritische“ Größe.

Das zweite Mal ist das bei der Teilereinigung der Fall – wenn es wieder vom Blechteil runter muss. Mit den Vakuum-Reinigungsanlagen der V-Reihe hat sich Pero auf diese Fälle eingestellt. So ist jede Anlage mit Arbeitskammer, Reinigungsbädern, Destillation, Trocknungs-Einrichtung, Schaltschrank und Bodenwanne als verkleideter Rahmenbau in Blockbauweise konzipiert. Alle Behälter stehen permanent unter Vakuum. „Aufgrund der Voll-Vakuumtechnik können alle Reinigungs- und Destillationsprozesse bei niedrigeren Temperaturen ablaufen“, erläutert Robert Huber, Vertriebsleiter Deutschland bei der Pero AG, Königsbrunn.

Teile und Späne emissionsfrei trocknen

Dabei würden Teile und Lösemittel schonend behandelt. Außerdem ließen sich Teile und Späne emissionsfrei trocknen. Das reduziere die, Emissionen und den Lösemittelverbrauch. Das Vakuum in in Kammer und Behälter wird ständig überwacht. Somit ist laut Huber sichergestellt, dass mögliche Leckagen sofort registriert und gemeldet werden. Das sei die absolute Dichtheitskontrolle.

Die kontinuierliche Destillation sorgt für gleichbleibend saubere Bäder und kurze Taktzeiten. Dabei werden die abgereinigten Öle soweit vom Lösemittel befreit, dass sie sich kostengünstig entsorgen lassen. Das von den Teilen abfließende Medium wird direkt über Filtersysteme zurück in den Vorratstank geführt und damit verhindert, dass sich Schmutzpartikel wieder auf den Teilen absetzen können. Die Feinheit der Filter wählt Pero kundenspezifisch nach den Anforderungen der Reinigungsaufgabe aus.

„Einer unserer Kunden“, berichtet Huber, „arbeitet seit sieben Jahren sehr erfolgreich mit einer V2-Anlage. Er hat sich jetzt eine V4 dazugestellt.“ Der Grund dafür liegt in den gestiegenen Anforderungen seiner Teileabnehmer. So fertigt er immer mehr Edelstahlteile. Seit der Anschaffung wird dort die V2-Anlage für den Mischbetrieb verwendet: zur Reinigung von Stahl- und Buntmetallteilen. Die neue V4-Anlage wird ausschließlich für die Edelstahlreinigung eingesetzt. In diesen Fall konnte als Reinigungsmedium das organische Lösemittel PER überzeugen. Damit ließ sich sogar unter Ultraschalleinsatz Ölkohle von Tiefziehteilen entfernen, berichtet Huber.?

Pero AG auf der Euroblech 2008: Halle 13, Stand E34

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