Abwasser-Aufbereitung Ölhaltiges Abwasser lässt sich in einer Stufe aufbereiten
Die H2O GmbH präsentiert auf der Messe EMO die Anlage Vacudest, mit der Emulsionen und wässrige Waschflüssigkeiten aufbereitet werden. Das Besondere daran ist der Katalysator Clearcat, der als Endreinigungsstufe in der Vakuumdestillationsanlage integriert ist. „Man erzeugt damit ein glasklares, praktisch ölfreies Destillat“, sagt Wolfgang Schneider, Geschäftsführer der H2O GmbH, Steinen.
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Dieses aufbereitete Wasser kann im Unternehmen wiederverwendet oder in öffentlichen Abwasserkanal eingeleitet werden. „Das ist echte Innovation“, resümiert Schneider. Üblicherweise kommt beim Aufbereiten von ölhaltigem Industrieabwasser die Vakuumverdampfung zur Anwendung. Sie erzeugt ein Destillat, das häufig noch einen unzulässig hohen Kohlenstoffanteil enthält. Daher wird dem Destillationsverfahren Aktivkohle als Filtereinheit nachgeschaltet, was die Aufbereitung laut Schneider „teuer, umständlich und nicht sehr umweltverträglich macht“.
Abwasser-Aufbereitung ohne Verbrauchsmaterialien und zusätzliche Energie
Die Gründe dafür liegen laut dem H2O-Geschäftsführer in den Beschaffungs- und Zusatzkosten für die energetische Reaktivierung oder Entsorgung, wenn die Aktivkohle gesättigt ist. Bei der Anlage Vacudest mit der Katalysatorstufe Clearcat sind dagegen für die Endreinigungsstufe keine Verbrauchsmaterialen und zusätzlichen Energiekosten erforderlich.
Wie bei den anderen Anlagen der Baureihe Vacudest wird bei der Ausführung mit Katalysatorstufe die zur Vakuumverdampfung des Abwassers erforderliche Energie bei der anschließenden Kondensation größtenteils zurückgewonnen. Das senkt die Betriebskosten. Dazu trägt auch der selbstreinigende Wärmetauscher Active Power Clean bei, den H2O vor kurzem entwickelte.
Die Baureihe Vacudest umfasst Anlagen mit einem Durchsatz von 20 bis 2400 l/h. Mit dem Katalysator als Endreingungsstufe werden je nach Anlagengröße 90 bis 2000 l/h erreicht.
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