Windenergieanlagen

Onshore oder Offshore ist hier die Frage

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„Insbesondere Automatisierungsprozesse können in der noch weitgehend manuellen Fertigung der Blätter zu Materialreduktionen und zur Qualitätssicherung beitragen. Neue Materialien wie Faserverbundmetallhybride oder die Verstärkung der Matrix mit Nanoteilchen können helfen, das Blattgewicht zu reduzieren und die Lebensdauer zu erhöhen", erläutert DLR-Expertin Keller. „Prinzipiell sind auch grundlegende Veränderungen der Blattgestaltung denkbar. Wichtig wird bei den großen Rotoren beispielsweise die Teilung von Rotorblättern für den Transport“, so Keller weiter.

In Bremerhaven kann das Fraunhofer-IWES in seinem Kompetenzzentrum Rotorblatt seit Juni 2011 bis zu 90 m lange Rotorblätter für die Windkraftanlagen der nächsten Generation testen. Die Tests ergeben laut IWES innerhalb weniger Monate belastbare Aussagen darüber, ob die Rotorblätter 20 Jahre lang halten werden.

Standortbedingungen bestimmen das optimale Anlagendesign

Ob On- oder Offshore – die Erschließung neuer Standorte für die Windenergienutzung setzt eine detaillierte Charakterisierung der jeweils vorherrschenden Umweltbedingungen voraus. Nur so können die Anlagen passgenau ausgelegt und gefertigt werden.

Da der Ertrag eines Windparkprojekts in erster Linie von den herrschenden Windverhältnissen abhängt, ist für ein optimiertes Anlagendesign auch die genaue Kenntnis der Eigenschaften des Windes wichtig. Exakte und hochaufgelöste Messungen und Modelle der Umweltbedingungen, wie sie beispielsweise beim Fraunhofer-IWES entwickelt und angewendet werden, sind daher für die Hersteller wichtige Entwicklungs- und Fertigungsgrundlage.

Mit lasergestützten Systemen Windgeschwindigkeiten bis in 200 m Höhe messen

Messmethoden wie die lasergestützte Windgeschwindigkeitsmessung und die Charakterisierung des Windprofils können bei Windparks an Land dazu beitragen, Windgeschwindigkeiten bis in 200 m Höhe vom Boden aus zu messen. Die so ermittelten Ergebnisse sollen dann zur Ressourcenbestimmung von Anlagen mit großen Höhen, die in bewaldetem, hügeligen Gelände stehen, beitragen und bessere Annahmen für die designbestimmenden Lasten der Windenergieanlagen ermöglichen.

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