Hydrauliksteuerung Optimale Einstellung der Hydraulik für jeden Betriebszustand möglich
Eine Hydrauliksteuerung lässt durch Entkopplung der Ventilsteuerung für Zu- und Ablauf von der Zwangssteuerung durch den zentralen Kolben die optimale Einstellung für jeden Betriebszustand zu. Daraus resultieren neue Sicherheitsfunktionen, höhere Prozessgeschwindigkeiten und Energieeinsparungen bis 30 %.
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Hydraulische Antriebe entsprechen mit hoher Leistungsdichte, Flexibilität und der Möglichkeit zügiger Werkzeugwechsel per Schnellkupplung geradezu ideal den heutigen Anforderungen. Allerdings stammen die Grundlagen der meisten Ventilsteuerungen noch aus der Zeit, als rein manuelle Bedienung ohne jegliche Elektronik Stand der Technik war. Viele Hydrauliksysteme arbeiten zum Beispiel auch heute noch mit einem Hauptsteuerventil, bei dem die Zu- und Ablaufsteuerkanten durch den gemeinsamen Kolben zwangsweise gleichzeitig betätigt werden.
Neues Steuerungskonzept entkoppelt Hydraulik von mechanischen Komponenten
Ein neues Steuerungskonzept von Wessel-Hydraulik setzt hingegen nun ähnlich wie bei Verbrennungsmotoren, bei denen variable Steuerzeiten für die Ventile längst üblich sind, auch bei der Hydraulik auf die Entkopplung der mechanischen Komponenten. Das proportionale Mobilwegeventil mit aufgelösten Steuerkanten – kurz PAS: „P“ steht für „proportional“, „AS“ für „aufgelöste Steuerkanten“ – nutzt statt eines gemeinsamen Kolbens, der gleichzeitig die Zu- und Ablaufkante im Ventilblock öffnet und schließt, zwei unabhängige Steuerkolben.
Auf diese Weise lässt sich per elektronischer Ansteuerung immer eine unabhängige, optimale Einstellung der beiden Ventilschieber für jeden Betriebszustand erreichen (Bild 2 – siehe Bildergalerie). Auf diese Weise verbessert sich der Wirkungsgrad, die Prozessgeschwindigkeit wird erhöht, die Zykluszeiten reduziert, und auch der Bedarf an Hydrauliköl sinkt – je nach Betriebsweise sind Einsparungen bis 30 % zu erreichen.
Anpassung an Betriebszustände durch Drosseln unzureichend
Gleichzeitig steigt die Lebensdauer der nicht so stark belasteten Motor-Pumpeneinheit, und der Rückkühler für das Hydrauliköl kann deutlich kleiner ausgelegt werden. Alle Sicherheitsfunktionen sind weiterhin eingehalten, unnötige Drosselstellen entfallen.
Ohne elektronisch gesteuerte Aktuatoren ist die moderne Technik kaum denkbar. Tatsächlich gibt es aber immer noch Bereiche, in denen Lösungen aus lange vergangenen Zeiten überdauern. Sogar rein mechanisch ausgeführte Steuer- und Regelkreise sind in nur leicht abgewandelter Form auch heute noch zu finden. Das klassische Beispiel dafür ist die Betätigung der Ventile über die von der Kurbelwelle angetriebene Nockenwelle beim Verbrennungsmotor. In diesem Fall gibt es weder eine last- noch drehzahlabhängige Variationsmöglichkeit der Steuerzeiten.
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