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Enge Kooperation aller Beteiligten ist wesentlich
Doch in einem sind sich alle Dosiersystemhersteller einig. Um eine Dosiereinheit mit exzellentem Endergebnis herzustellen, ist eine enge Kooperation zwischen Kunden und Material-, Hilfsstoff- und Dosiersystemherstellern wesentlich.
Wenn der Kunde weiß, welche Hilfsstoffe er verarbeiten will, werden Applikationsweise und Rahmenbedingungen überprüft. Anschließend arbeiten die Ingenieure ein Maschinenkonzept aus. Oft braucht der Kunde auch Unterstützung bei der Materialauswahl. Dann beginnt die Suche, und dem Kunden werden verschiedene Möglichkeiten vorgeschlagen. Das so entstandene Konzept wird nun auf seine Durchführbarkeit geprüft.
Gleichwohl ist das erste Testergebnis oft nicht optimal. Die Gründe dafür können sowohl beim Material- oder Hilfsstoffhersteller als auch beim Kunden liegen. So berücksichtigen Kunden oft nicht die Notwendigkeit eines Vergusses, der Klebe-operation oder Dichtfunktion.
„In so einem typischen Fall entwickelt der Kunde ein Produkt, ignoriert jedoch die Möglichkeit, dass beim Abdichten oder Vergießen Probleme entstehen könnten“, erklärt Hartmut Storz. „Später stellt er fest, dass es nicht funktioniert. Oder es stellt sich erst nach Entwicklung eines Bauteils heraus, dass noch Klebe- oder Dichtoptionen nötig sind. Dann existieren nur begrenzte, im schlimmsten Fall gar keine Einbauräume. Und dann wird generell die Technologie vergewaltigt und das Material dazu“, bedauert Storz.
Einzelne Hersteller sollten kooperieren
Andere Herausforderungen können in der Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Herstellern auftreten. „Wir haben vor Kurzem die Erfahrung machen müssen, dass das System nach einem Vierteljahr nicht mehr so funktionierte, wie wir es ausgeliefert haben“, erläutert Bernd Schneider. „Der Chemiehersteller hatte in seinem Datenblatt von Abrasivität überhaupt nichts vermerkt. Man bekommt also ein Vierteljahr später die Quittung für ein Problem, das einem selbst gar nicht bewusst war.“
Ebenso führen die falsche Lagerung von Dicht- und Vergussmaterialien oder des Klebstoffes, oder die falsche Behandlung der Bauteile zu nicht gewollten Ergebnissen. Sehr viele Komponenten oder Härtersysteme neigen zur Kristallisation. Dann stimmt das chemische Endresultat nicht mehr, obwohl das Mischungsverhältnis stimmt und die eigentliche Applikation in Ordnung ist. Das Material wird chemisch zerstört. Zu hohe Luftfeuchtigkeit führt zur Blasenbildung an der Oberfläche.
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