Spritzgießen Optimierte Ablauforganisation beschleunigt den Werkzeugwechsel
Trotz automatischer Fertigung gibt es in Spritzgießbetrieben noch Rationalisierungspotenzial. Das ist besonders bei der Maschinenumrüstung der Fall, wie anhand eines Kooperationsprojekts deutlich wurde. Durch Optimierung der Ablauforganisation wurde die Rüstzeit um bis zu 50% reduziert. Wichtig dabei waren die Arbeitsaufteilung auf zwei Mitarbeiter und die Standardisierung des Rüstvorgangs.
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In einem Kooperationsprojekt des oberösterreichischen Kunststoff-Clusters haben sich vier Unternehmen ein Jahr intensiv mit dem Thema Rüsten beim Spritzgießen auseinandergesetzt und Erfahrungen ausgetauscht. Im Fokus des Projekts stand die Verbesserung der Ablauforganisation.
Das beeindruckende Ergebnis: Allein durch Verbesserung der internen Logistik gelang es, die Rüstzeiten im Vergleich zur Ausgangssituation um 20 bis 50% zu verringern – abhängig von der Schließkraftklasse der Maschinen.
Das Projektziel war die Verbesserung von logistischen und organisatorischen Vorgängen bei der Produktionsumrüstung von Spritzgießmaschinen. Alle Maßnahmen sollten auf Basis des gegebenen technischen Ausrüstungsstatus der Maschinen erarbeitet werden.
Analysiert wurde der konventionelle, manuell abgewickelte Rüstvorgang ohne Automatisierungsmodule. Maßnahmen zur Automatisierung des Werkzeugwechselvorganges waren nicht Inhalt des Projekts. Die konkreten Ziele waren:
- Durch Rationalisierung der Ablaufplanung sollte eine Effizienzsteigerung im Spritzgießbetrieb erzielt werden. Dazu war eine Verkürzung der Auftragsdurchlaufzeiten sowie der Maschinenstillstandszeiten zu erreichen. Um durchschnittlich 20% der Maschinenstillstandszeiten einzusparen, mussten die Rüstvorgänge verkürzt werden (Bild 1).
- Ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP) war in den Spritzgießabteilungen der Projektpartner zu etablieren.
Anstöße zur Verbesserung beim Spritzgießen durch Erfahrungsaustausch
Die vier Projektpartner – Banner Kunststoffwerk GmbH in Linz, Camo Formen- und Werkzeugbau GmbH in Schwandenstadt, EKB Elektro- und Kunststofftechnik Gesellschaft m.b.H. in Braunau und Moeller Gebäudeautomation in Schrems – wollten eine wesentliche Verringerung der Rüstzeit in ihrem Betrieb erreichen. Sehr viele Unternehmen beschäftigen sich mit dem Thema Rüstzeitverkürzung, jedoch ausschließlich aus ihrer eigenen, speziellen Sichtweise.
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