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Gesetzliche Anforderungen für Lebensmittelverpackungen
Auf die lebensmittelrechtliche Konformität von Kunststoffverpackungen wird Dr. Hermann Onusseit von Onusseit Consulting in Haan eingehen. Dabei wird er sich mit der aktuellen Gesetzgebung für Lebensmittelverpackungen auseinandersetzen sowie den Konformitätsanforderungen bei Kunststoffverpackungen und der Risikobewertung von Kunststoffverpackungen.
„Gesetzliche Anforderungen sind ein Muss“, erklärt Onusseit. Denn das Nicht-Einhalten von gesetzlichen Vorgaben für Lebensmittelverpackungen sei nicht nur ein Straftatbestand, es könne auch zu einem großen Imageverlust führen. Dabei müssen alle in Deutschland und Europa vertriebenen Kunststoffverpackungen den deutschen und europäischen Regelungen entsprechen.
„Grundsätzlich dürfen Lebensmittelverpackungen keine Bestandteile enthalten, die die menschliche Gesundheit gefährden, eine unvertretbare Veränderung der Zusammensetzung der Lebensmittel herbeiführen oder eine Beeinträchtigung der organoleptischen (die Sinne erregenden) Eigenschaften der Lebensmittel herbeiführen“, fasst Onusseit zusammen. Dies gelte sowohl beim beabsichtigten Kontakt des Lebensmittels mit seiner Verpackung als auch beim unbeabsichtigten, kurzzeitigen Kontakt einzelner Bestandteile im praktischen Gebrauch.
Neues aus dem Bereich biologisch abbaubarer Kunststoffe
Die Varianz und Verfügbarkeit an sogenannten Biokunststoffen, wie zum Beispiel PLA, PHA, Stärke oder Cellulose, ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Dennoch werden diese den Anforderungen an eine effektive Verarbeitbarkeit in großen Stückzahlen auf herkömmlichen Kunststoffverarbeitungsmaschinen häufig nur bedingt gerecht, da sie nur eingeschränkt verarbeitungsfähig sind.
Wie es gelingen kann, maßgeschneiderte Biokunststoffe für die Folienindustrie herzustellen, wird Carmen Michels, Geschäftsführerin FKuR Kunststoff GmbH aus Willich, darstellen. „Der Schlüssel zum erfolgreichen Einsatz von Biokunststoffen liegt in deren Modifizierung“, sagt Michels. Die Biokunststoffe von FKuR werden beispielsweise in vielen kommerziellen Anwendungen eingesetzt – angefangen bei Agrarprodukten, flexiblen Beutel- oder Verpackungslösungen bis hin zu komplexen technischen Teilen.
Moderne Biokunststoffe verfügen neben ihrem positiven Image über eine Vielzahl zusätzlicher Funktionen, welche bei Endprodukten einen Mehrwert erzeugen. „Zu den technischen Vorteilen im Vergleich zu herkömmlichen Kunststoffen zählen zum Beispiel eine natürliche Atmungsaktivität und ein natürlicher „Soft touch“, welcher Folien aus Biokunststoffen eine angenehme Haptik beschert. Alternative „End-of-Life-Options“ sind ebenfalls als Vorteile zu nennen“, so Michels weiter. Die Möglichkeit der Verwertung von Biokunststoffen nach deren Nutzungsphase in Kompostieranlagen oder durch energetische Nutzung seien hierbei entscheidende Punkte. „Insbesondere biobasierte Kunststoffe können einen Beitrag zur effizienten Nutzung und Schonung von fossilen Ressourcen leisten, da ihre Hauptbestandteile aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen.“
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