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Biokunststoffe in Verwertung und Recycling
Biokunststoffe sind am Markt verfügbar. Im Jahr 2014 wurden laut European Bioplastics e.V., Institut für Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe (IfBB) und nova-Institute 1,7 Millionen Tonnen produziert und ihr Anteil am Kunststoffmarkt wird weiter steigen – bis 2019 auf 7,8 Millionen produzierte Tonnen im Jahr. „Deshalb soll ein geeigneter Recyclingweg generiert werden, um die Nachhaltigkeit weiter zu erhöhen“, erklärt Denisa Bellušová vom IfBB an der Hochschule Hannover.
Biokunststoffe werden auch bereits in technischen Anwendungen eingesetzt, zum Beispiel in der Automobilindustrie oder bei Computerzubehör sowie im Verpackungssektor, und hier unter anderem in Lebensmittelverpackungen. „In Zusammenarbeit mit der Industrie haben wir am IfBB eine biobasierte Computermaus entwickelt“, nennt Bellušová ein Beispiel.
Die Einsparpotenziale liegen für die Wissenschaftlerin auf der Hand: „Bei der Verwendung und einer möglichen Wiederverwertung biobasierter Kunststoffe kann limitiertes Erdöl eingespart werden, da hier die Rohstoffbasis eine nachwachsende ist. Entsprechend ist ein geringerer Energieaufwand nötig, um Biokunststoffe zu produzieren, da die Natur einen Teil der notwendigen Synthese übernimmt.“
MM
* Dipl.-Ing. Annedore Bose-Munde ist Fachredakteurin für Wirtschaft und Technik in 99094 Erfurt, Tel. (03 61) 78 94 46 95, info@bose-munde.de, www.bose-munde.de
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