Harzinfusion Optimierte Vakuuminfusion auf der Composites Europe

Autor / Redakteur: Frauke Finus / M.A. Frauke Finus

DD-Compound, ein Anbieter von Spezialprodukten für die Vakuuminfusion, ist eine Kooperation mit der Distributorengruppe Gazechim eingegangen. Über diese Partner kann auch das neue Ventil MTI Valve bezogen werden, das selbständig die Harzzufuhr reguliert und das auch auf der Composites Europe begutachtet werden kann.

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Das Ventil MTI Valve reguliert selbstständig die Harzinfusion in das Bauteil. Es ist dabei so eingestellt, dass ein bestmöglicher Faservolumengehalt erreicht wird.
Das Ventil MTI Valve reguliert selbstständig die Harzinfusion in das Bauteil. Es ist dabei so eingestellt, dass ein bestmöglicher Faservolumengehalt erreicht wird.
(Bild: DD-Compound)

DD-Compound erweitert das Vertriebsnetz um die Großhändler der Gazechim Gruppe. DD-Compound entwickelt Lösungen für die Produktion von Faserverbundbauteilen, wie das MTI-Verfahren (Membrane Tube Infusion), eine Innovation für die Vakuuminfusion.

Erweitertes Händlernetzwerk in ganz Europa

Für Kunden bedeutet das ein größeres Händlernetz mit zehn weiteren Standorten in Europa, wie Frankreich, Schweden und England. Wichtig ist DD-Compound in diesem Zusammenhang, das alle neuen Vertriebspartner ausführlich über die Produkte und deren Anwendung informiert werden, um einen bestmöglichen Service für die Kunden gewährleisten zu können. Darüber hinaus ist DD-Compound weiterhin Ansprechpartner für Kunden weltweit und regelmäßig persönlich vor Ort, wie zur Prozesseinführung oder -umstellung auf das MTI-Verfahren oder zur Fehleranalyse.

Neben der Gazechim Gruppe kooperiert DD-Compound seit diesem Jahr mit weiteren Vertriebspartnern: in Neuseeland mit dem Unternehmen New Zealand Fibreglass Supplies und mit der Firma Carbon Studio in Russland.

Ventil reguliert selbstständig die Harzinfusion

Für die Vakuuminfusion wird im Oktober auf der Composite Europe in Düsseldorf Halle 8b, Stand E06 das neuartige Ventil MTI Valve gezeigt. Es reguliert selbstständig die Harzinfusion in das Bauteil. Dabei ist das MTI Valve nach Herstellerangaben so eingestellt, dass ein bestmöglicher Faservolumengehalt erreicht wird. Das liefert reproduzierbare Ergebnisse.

Keine Überwachung der Harzeinleitung mehr

Das Ventil wird in die Harzleitung eingesetzt und steuert die Harzinjektion über den Druck. Es stellt während der Infusion für das Infusionsharz einen Gegendruck zum „Unterdruck“ im Bauteil dar. Ist dieser Gegendruck zu groß, stoppt die Infusion, kein weiteres Harz gelangt in das Bauteil. Dabei ist das Ventil so eingestellt, dass der Gegendruck genau dann zu groß für das Harz wird, wenn am Bauteil der „Unterdruck“ anliegt, bei dem sich die Fasern bis zu dem Punkt aufrichten, der eine bestmögliche Benetzung mit Harz ermöglicht – und so einen sehr guten Faservolumengehalt erreicht. Das bedeutet auch, dass die Harzeinleitung nicht mehr überwacht werden muss, vorausgesetzt, es ist ausreichend Harz vorhanden.

Bauteilgröße schränkt Einsatz nicht ein

Das MTI-Verfahren eignet sich für jede Bauteilgröße, von kleinen Sicht- und Funktionsteilen bis hin zum Rotorblatt einer Windkraftanlage, so der Hersteller. Dabei wird es für Prototypen-, Kleinserien- und Serienproduktionen sowie den Formenbau eingesetzt. ■

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