Passwortsicherheit
Sechs Wege, wie Passwörter gestohlen werden können

Ein Gastbeitrag von Detlev Riecke* 7 min Lesedauer

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Passwörter, einst Sicherheitsstandard, sind heute die Hauptursache für Sicherheitsverletzungen und ein leichtes Ziel für Hacker. Alternative Sicherheitsmaßnahmen wie passwortlose Authentifizierung gewinnen an Bedeutung, bieten höhere Sicherheit und Nutzerkomfort.

Angreifern steht eine ganze Reihe an Ansätzen zur Kompromittierung von Passwörtern zur Verfügung.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Angreifern steht eine ganze Reihe an Ansätzen zur Kompromittierung von Passwörtern zur Verfügung.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Passwörter stellen inzwischen keinen Sicherheitsgaranten mehr dar, sondern eine Bedrohung. Warum? Weil laut dem 2023 Data Breach Investigations Report von Verizon 86 Prozent aller im Report verzeichneten Sicherheitsverletzungen auf gestohlene, schwache oder veraltete Passwörter zurückzuführen sind. Natürlich waren Passwörter als Sicherheitsmaßnahme für eine moderne, vernetzte Welt nie ideal. Ein Großteil unseres Alltags – von Arbeit über Schule bis hin zum Einkauf – findet heute online statt und die eine Erfahrung, die wir vor diesem Hintergrund alle teilen, ist die Aufforderung, Benutzernamen und Passwort einzugeben. Der durchschnittliche Internetnutzer hat jedoch rund 240 Online-Konten, von denen theoretisch jedes ein eigenes, starkes Passwort haben sollte. Hacker wissen, dass dies nicht der Fall ist und genau dieses Wissen macht Passwörter inzwischen zu einem Risikofaktor statt einem Sicherheitsgaranten.

Warum Passwörter scheitern

Konkret gibt es drei Aspekte, die diesen Wandel begünstigen: Komplexität, Wiederverwendung und Rücksetzung von Passwörtern. Dass Komplexität ein zweischneidiges Schwert ist, leuchtet bereits auf den ersten Blick ein: Viele Systeme erfordern möglichst komplexe Passwörter, die möglichst schwer zu knacken sind – und dementsprechend schwer zu merken. Dies hat zur Folge, dass Nutzer ihre Passwörter nur selten ändern. Wenn diese also als Konsequenz eines Datenlecks kompromittiert werden, besteht die Chance, dass sie von Unbefugten noch lange weiterverwendet werden können.