Akku-Alarm Verband fordert nach Brand Pfandpflicht für Lithium-Ionen-Akkus

Quelle: Kunststoffland NRW 2 min Lesedauer

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Nachdem in einer Müllentsorgungsanlage durch falsch entsorgte Akkus ein Brand entstanden ist, besteht der Verband Kunststoffland NRW auf der Einführung einer Pfandpflicht ...

Wenn Lithium-Ionen-Akkus sich entzünden, ist der Brand kaum aufzuhalten. Und weil die Verbraucher ihre mit Akkus betriebenen Geräte sorglos in die Gelbe Tonne oder den Restmüll werfen, wird es für so manche Müllentsorgungsanlage teuer und gefährlich. Ein Pfandsystem muss her!(Bild:  Safemobile)
Wenn Lithium-Ionen-Akkus sich entzünden, ist der Brand kaum aufzuhalten. Und weil die Verbraucher ihre mit Akkus betriebenen Geräte sorglos in die Gelbe Tonne oder den Restmüll werfen, wird es für so manche Müllentsorgungsanlage teuer und gefährlich. Ein Pfandsystem muss her!
(Bild: Safemobile)

Mitte Mai brach auf dem Gelände der Hündgen Entsorgungs GmbH & Co. KG (Mitglied des Verbandes Kunststoffland NRW) in Swisttal-Ollheim ein Großbrand aus. Als Ursache für das Feuer wurden jetzt geschredderte und in Brand geratene Lithium-Ionen-Akkus festgestellt, die sich dabei als wahre Vulkane entpuppen. Durch diese hatten sich rund 600 Tonnen Abfall entzündet. Die Löscharbeiten dauerten vier Tage. Der verursachte Schaden gehe in die Millionen. So etwas wäre vermeidbar! Lithium-Ionen-Akkus sind in Alltagsgegenständen wie Handys oder elektrischen Zahnbürsten zu finden. Laufend kommen neue Anwendungen wie etwa E-Zigaretten hinzu. Nach Daten des Verbandes der Elektro- und Digitalindustrie (ZVEI) hat die Zahl der Lithium-Ionen-Akkus 2023 im Vergleich zu 2022 um 58 Prozent zugenommen. Viele Nutzer halten sich allerdings nicht an vorgeschriebene Entsorgungswege, was bei dem exponentiellen Wachstum der Lithium-Ionen-Akkus dazu führt, dass sie immer häufiger in die Gelbe Tonne und die normalen Hausmüllsammlungen geraten. „Wir brauchen eine Pfandpflicht für Lithium-Ionen-Akkus und zwar nicht irgendwann, sondern jetzt“, fordert seitdem Ines Oud, Vorsitzende des Verbandes. betonte. Kunststoffland NRW hatte außerdem bereits Mitte letzten Jahres in einem Positionspapier dafür plädiert. Hier bestehe sogar große Einigkeit mit der Position von Landesumweltminister Krischer.

Sorgloser Umgang mit Akkus gefährdet Mensch und Umwelt

Dafür hat sich der Verband auch im Rahmen der Koalitionsverhandlungen in Berlin eingesetzt, wie es weiter heißt. Christian Hündgen, Geschäftsführer der Hündgen Entsorgung, der an der Positionierung von Kunststoffland NRW mitgearbeitet hat, betont: „Die EU-Umweltminister haben sich mit Blick auf die EU-Altautoverordnung für die schrittweise Realisierung einer Rezyklateinsatzquote von 25 Prozent ausgesprochen. Auf dem Weg zur Zirkularität ist aber der gesamte Wertschöpfungskreislauf Kunststoff von einer funktionierenden Recyclingindustrie abhängig.“ Sein Unternehmen gehört schließlich zu den Rohstofflieferanten einer zirkulären Kunststoffindustrie. „Deshalb müssen die exponentiell zunehmenden Gefahren und Kosten, die durch Akkus entstehen, gebannt werden. Ansonsten können die gesetzten Recyclingziele nicht erreicht werden“, so Hündgen. Und nach Ansicht des Kunststoffland-NRW-Geschäftsführers Dr. Ron Brinitzer zeigt der Brand bei Hündgen einmal mehr, welche schwerwiegenden Folgen von der falschen Entsorgung von Lithium-Ionen-Akkus ausgehen. Damit seien nicht nur Gefahren für Leib und Leben verbunden, sondern auch enorme Kosten für Brandprävention und Versicherungen, auf denen dann aber die Recycler sitzen blieben. Unter diesen Bedingungen sei es schwierig, wettbewerbsfähig zu recyceln! Das hat Folgen für die gesamte Gesellschaft und die Umwelt! Eine Pfandpflicht für Lithium-Ionen-Akkus könne die Gefahr aber bannen.

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