Hoffnung Pflanzenbasierte Rohstoffe ersetzen Erdöl

Aktualisiert am 21.05.2024 Quelle: Fraunhofer ISC 3 min Lesedauer

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Im Rahmen des Verbundprojekts Inn Pressme haben die Projektpartner – darunter auch das Fraunhofer ISC aus Würzburg – 9 Prototypen entwickelt, nachhaltiger sind als ihre Pendants aus Erdöl.

Das sind per additiver Fertigung hergestellte Schuhsolen. Diese wurden am Fraunhofer ISC in Würzburg mit einer antimikrobiellen Ormocer-Schicht versehen. Dieser und noch weitere Erfolge konnten im Rahmen des Projekts Inn Pressme erreicht werden ...(Bild:  ISC / Victor)
Das sind per additiver Fertigung hergestellte Schuhsolen. Diese wurden am Fraunhofer ISC in Würzburg mit einer antimikrobiellen Ormocer-Schicht versehen. Dieser und noch weitere Erfolge konnten im Rahmen des Projekts Inn Pressme erreicht werden ...
(Bild: ISC / Victor)

Der „European Green Deal“ hat eine Roadmap und ein ehrgeiziges Maßnahmenpaket mit Blick auf eine nachhaltigere europäische Wirtschaft mit Null-Nettoemissionen bis 2050 vorgelegt, schicken die Projektbeteiligten vom Fraunhofer-Institut für Silicatforschung (ISC) voraus. Die Verwirklichung eines saubereren und wettbewerbsfähigen Europas in Zusammenarbeit mit Wirtschaftsakteuren, Verbrauchern, Bürgern und Organisationen unterstützt die Europäische Union auch im Rahmen Ihres Forschungsprogramms Horizon, im Rahmen dessen Inn Pressme gefördert wird. Letzteres Vorhaben liefert auch gleich einen doppelten Ansatz, um europäische Unternehmen dabei zu unterstützen, die ehrgeizigen Klimaziele zu erreichen, heißt es. Denn zum einen sollen pflanzenbasierte Rohstoffe für neue marktfähige Produkte und Waren entwickelt werden, die auch kreislauffähig sind. Und mittels Nanotechnologie sollen diese die Leistungen der derzeitigen fossilbasierten Materialien erreichen und sogar übertreffen. Zum anderen soll die Digitalisierung unterstützt werden, indem den Unternehmen alle Daten und Werkzeuge zur Modellierung der Lebenszyklus-Wertschöpfungskette zur Verfügung gestellt werden, die mit der Umstellung der industriellen Produktion – von der Rohstoffumwandlung bis zur Materialverarbeitung – kompatibel sind. Das gilt als der Schlüssel zur möglichst intensiven Nutzung von Ausgangsmaterialien in der Kreislaufwirtschaft, die auch von umfangreichen LCA- (Life Cycle Assessment), LCCA- (Life Cycle cost analysis) und LCI-Studien (Life Cycle Inventory) begleitet wird. Nun liegen 9 Demonstratoren vor, die die Machbarkeit beweisen.

Biobasierte Ormocere können viele Aufgaben übernehmen

Die Herstellung der Demonstratoren aus biobasierten Materialien für umweltfreundliche Verpackungen, Energie, Transport und Konsumgüter konnte erfolgreich im Pilotmaßstab stattfinden. Dafür wurden bestehende Pilotanlagen mit Projektmitteln erweitert und an die neuen Anforderungen angepasst, wie das ISC berichtet, das die anspruchsvolle Aufgabe übernommen hat, die aus pflanzenbasierten Rohstoffen gefertigten Produkte mit speziellen biobasierten funktionellen Beschichtungen für ihre jeweiligen Anforderungen im Gebrauch fit zu machen. Insgesamt war das ISC in sechs Testfällen involviert. Dabei hat das Institut ein Bio-Ormocer-Material (Ormocer = organically modified Ceramics) modifiziert, das für den Verpackungsbereich als Barriereschichten fungieren kann. So wurden außer biologisch abbaubaren Barriereschichten für papierbasierte Verpackungen auch kratzfeste und optische Schichten für Automotiveanwendungen mit dem speziellen Ormocer möglich. Darüber hinaus konnten antimikrobielle sowie leicht zu reinigende Beschichtungen für Sportprodukte und für Schuhsohlen entwickelt werden. Doch was im Labor klappe, müsse noch lange nicht im größeren Maßstab funktionieren ...

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