Green Steel
Pioniergeist auf dem Weg zum Grünen Stahl

Ein Gastbeitrag von Dipl.-Ing. Annedore Bose-Munde und Steffen Maltzan 8 min Lesedauer

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Es gibt Bewegung bei Green Steel: Die Initiative „LESS“ soll die Transformation in der Stahlindustrie hin zu Grünem Stahl unterstützen und Standards setzen. Das schafft Vergleichbarkeit über alle Prozessstufen der Stahlerzeugung hinweg.

Stahlo hat seit letztem Jahr den digitalen Materialpass für Stahlcoils im Einsatz. Dieser kann in maschinenlesbarer Form sämtliche Daten zum Produkt enthalten, wie beispielsweise Werte für die chemische Analyse, die mechanischen Eigenschaften und auch spezifische Emissionsdaten.(Bild:  Stahlo)
Stahlo hat seit letztem Jahr den digitalen Materialpass für Stahlcoils im Einsatz. Dieser kann in maschinenlesbarer Form sämtliche Daten zum Produkt enthalten, wie beispielsweise Werte für die chemische Analyse, die mechanischen Eigenschaften und auch spezifische Emissionsdaten.
(Bild: Stahlo)

Die Dekarbonisierung der energieintensiven Stahlindustrie ist ein wichtiger Schritt, damit Klimaziele sowohl national als auch weltweit erreicht werden können. LESS (Low Emission Steel Standard) ist eine Initiative der Wirtschaftsvereinigung Stahl, die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) flankiert wird. Sie hat das Ziel, die Nachfrage nach emissionsreduziertem Stahl zu beschleunigen und erste Absatzmärkte zu generieren. Basis dafür ist eine Kennzeichnung, mit der sich der stufenförmige Weg zur Klimaneutralität abbilden lässt.

Vorreiter für digitale Transparenz in der Lieferkette

Für Stahlo gehört die digitale Transparenz in der Lieferkette bereits seit zwei Jahren zum Geschäft. Das unabhängige Stahl-Service-Center der Friedhelm Loh Group hat frühzeitig Kompetenzen und eine Marktübersicht für Green Steel aufgebaut und ein eigenes, neutrales Bewertungssystem für CO2 im Stahl als Beratungslabel etabliert. Mit dem „Stahlkompass“ haben auch Kunden Zugang zu diesen Daten in einem Optimierungs-Tool. Die Softwareanwendung verdeutlicht den Status quo der Scope-3-upstream-Emissionen aus vergangenen Lieferungen und zeigt den Kunden zukünftige Optimierungsmöglichkeiten auf.