Plasmaschneidanlage steigert Produktivität bei Mittelständlern

Autor / Redakteur: Alexander Funk / Peter Königsreuther

Viele Klein- und Mittelständler arbeiten häufig noch mit überholten Anlagen oder Systemen – oft geldbedingt. Welche Vorteile etwa die Investition in eine moderne Plasmaschneidanlage als Ersatz zum bisher genutzten Brennschneiden bietet, zeigt dieser Artikel.

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Bild 1: Schnittmuster, das von einer Microstep-Plasmaschneidanlage mit verbesserter Schnittqualität des Typs Mastercut Eco hergestellt wurde.
Bild 1: Schnittmuster, das von einer Microstep-Plasmaschneidanlage mit verbesserter Schnittqualität des Typs Mastercut Eco hergestellt wurde.
(Bild: Microstep)

Erst im Herbst letzten Jahres haben die beiden Brüder Ralf und Martin Aigeldinger ihr Know-how und ihre Kraft in einem gemeinsamen Unternehmen gebündelt: Durch den Zusammenschluss der Schlosserei Ralf Aigeldinger und der Metallmanufaktur Martin Aigeldinger entstand die Ametall Aigeldinger Gmbh. Damit verbunden war eine Aufstockung des bisher vorhandenen Maschinenparks – denn gemeinsam kann man die Anlagen besser auslasten und die Maschineninvestitionen machen sich schneller bezahlt, erklärt Martin Aigeldinger, der zusammen mit seinem Bruder die Geschäfte leitet. Der Metallbaubetrieb aus dem kleinen Ort Villingendorf beschäftigt neun Mitarbeiter. Hergestellt werden bei Ametall Aigeldinger Produkte wie Balkone, Treppen und Geländer, Wind- und Sichtschutzeinrichtungen sowie diverse Überdachungen und individuelle Sonderkonstruktionen.

Komponenten selber machen ist Trumpf

Bevor die neue Anlage in Betrieb ging, hatte man mit einer mehr als zwei Jahrzehnte alten Autogenschneidanlage gearbeitet – das war natürlich jenseits des aktuellen Stands der Technik, sagen die Aigeldinger-Chefs. Warum wurde aber speziell in eine neue Anlage zum Plasmaschneiden investiert? Der Grund war, dass viele Teile zum externen Lohnschneider gegeben werden mussten, da die Qualität der alten Brennschneidanlage alles andere als ausreichend war und bestimmte Materialstärken nicht einmal annähernd wirtschaftlich bearbeitet werden konnten. Manche Teile hat das Unternehmen sogar aufwendig gesägt und gestanzt. Ein Umstand, der aufgrund von Verformungs- und Verzugsgefahren aus heutiger Sicht nicht wirklich als ideal definiert werden kann.

Plasmaschneiden mit Kundenwunsch-Erfüllung

Die Anforderungen an die neue Anlage waren deshalb klar definiert: Erstens ging es um die Erreichung einer besseren Schnittqualität, damit aufwendige Nacharbeit verringert und weniger Teile zum Lohnschneider gegeben werden müssten. Zweitens sollte die Flexibilität im Produktionsprozess gesteigert werden. Denn die alte Anlage hatte Aigeldinger bezüglich der zu verarbeitenden Materialart, -stärke und -größe nur relativ wenig Spielraum gelassen. Außerdem hätte man bei Schneidaufgaben, die eine hohe Schnittqualität erfordern, nicht so effizient auf individuelle Kundenwünsche reagieren können, wie das oft nötig ist. Denn für die Bearbeitung eines Auftrags benötigte der Lohnschneider durchaus eine oder gar zwei Wochen.

Eigene Herstellung vermindert Fehlerquote

Drittens wollten die Villigendorfer mögliche Fehlerquellen im Produktionsprozess von vorneherein mit der neuen Anlage minimieren. Und so werden die zu schneidenden Bauteile heute beispielsweise direkt von den Konstrukteuren im Büro ineinander verschachtelt. Der Maschinenbediener muss dann nur noch die entsprechende Blechplatte auflegen, den Brenner positionieren und den Schneidprozess starten. Auf diese Weise werden Kommunikationsfehler nahezu ausgeschlossen, die früher oft zu fehlerhaft geschnittenen Bauteilen führten.

Kleine und mittelständische Unternehmen profitieren

Bereits 2012 hatte Martin Aigeldinger damit begonnen, sich darüber kundig zu machen, welche Hersteller mit ihren technischen Angeboten die genannten Anforderungen erfüllen können. Dabei ist er dann auch auf den Anbieter Microstep gestoßen. Zwei Besuche bei Referenzkunden hat er unternommen, und dieser Blick in die Praxis hat ihn laut eigenen Angaben auch davon überzeugt, in ein Schneidsystem der Baureihe Mastercut Eco zu investieren. Ausschlaggebend waren für den Geschäftsführer darüber hinaus folgende Faktoren: Die Schneidanlage samt Software kommen beide von Microstep.

Gute Schneidtechnik zu vernünftigem Preis

Der Service ist nah am Kunden und die Servicetechniker kennen sich nicht nur mit der Schneidanlage, sondern auch mit den weiteren Einrichtungen wie der Stromquelle und der Filteranlage aus.

Die Mastercut Eco ist ein Anlagentyp, der von Microstep besonders für kleine und mittlere Unternehmen konzipiert wurde. Die kompakte und robust konstruierte CNC-Schneidanlage wird im Paket mit einer Plasmastromquelle und einem leistungsstarken Filtersystem angeboten. Außerdem kann zwischen fünf Anlagenformaten von 3 m × 1,5 m bis maximal 6 m × 2 m gewählt werden. Diese moderne Technik ist außerdem für dieses Anwenderklientel zu einem vernünftigen Preis zu haben. Die Mastercut Eco ist ein Schneidsystem mit hervorragender Schnittqualität und höchster Präzision, das intuitiv und einfach zu bedienen ist.

Plasmaquelle sorgt für präzise rechtwinklige Schnitte

Die CNC-Schneidanlage von Ametall Aigeldinger verfügt über eine Bearbeitungsfläche von 6000 mm × 2000 mm. Die modulare Konstruktion mit 500-mm-Sektionen sowie die hochwertige Pneumatik mit elektronischer Ansteuerung und Überwachung über die CNC sorgen für eine hohe Absaugleistung bei niedrigem Energieverbrauch. Der gesamte Brenntisch ist so angelegt, dass er nicht nur über eine großzügige Auflagefläche verfügt, sondern auch hohen Belastungen (maximal 100 mm Materialstärke) standhält, ohne sich zu verformen. Eine zusätzliche Gitterabdeckung unter den Schneidlamellen verhindert außerdem, dass Kleinteile durch den Brenntisch fallen. Die CNC-Plasmaquelle Hifocus 161i neo liefert das Unternehmen Kjellberg. Sie bietet durch ihre Contour-Cut-Technologie eine deutlich bessere Rechtwinkligkeit und Schnittqualität als konventionelle Plasmaquellen.

Direkte Übertragung materialbedingter Schneidparameter

Damit kann etwa bei niedrig legierten Stählen von 1 bis 10 mm eine sehr gute und bei niedrig legierten Stählen von 8 bis 25 mm eine besonderes hohe Schneidqualität erreicht werden. Durch den Einsatz einer automatischen Gaskonsole werden die Parameter für die verschiedensten Materialarten und Materialstärken direkt über die Microstep-CNC automatisch eingestellt. Zusätzlich zum Plasmasupport ist die Anlage mit einem Autogenbrenner ausgestattet.

Ametall Aigeldinger hat nach eigenen Angaben das Vertrauen in die Technik von Microstep nicht bereut, denn die Plasmaschneidanlage ist jeden Tag in Betrieb und arbeitet bisher reibungslos. Die zuvor gesteckten Ziele, die mit der Neuanschaffung erreicht werden sollten, sind erfüllt. MM

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