Greifer

Polyamid-Greifmodule sorgen für effiziente Handhabungsprozesse

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Das Verfahren der additiven Fertigung bietet insbesondere bei kundenspezifischen Greiferfingern enorme Vorteile: Als Einzelstücke sowie in kleinen und mittleren Stückzahlen lassen sie sich direkt aus den CAD-Daten heraus wirtschaftlich herstellen. Dabei sind auch komplexe Konturen oder individuelle Beschriftungen ohne Mehrkosten möglich. „Wir brauchten für die Messzelle Backen, die sich um das Teil schmiegen“, so Tilo Gonschorreck. „Dazu haben wir vorgegeben, wo und wie gegriffen werden soll. Anhand dieser Angaben hat Schunk uns die individuellen Finger konstruiert und gefertigt.“

Robuste Polyamidfinger reduzieren den Wartungsaufwand

In der laufenden Anwendung erweisen sich die Polyamidfinger als sehr robust. Seit über einem Jahr sind die Finger in der Messzelle im Einsatz – noch immer mit dem ersten Backensatz. Während Aluminiumfinger mit Gummieinsatz in der Vergangenheit regelmäßig geprüft und ausgetauscht werden mussten, ist dies bei den individuell geformten Polyamidfingern mit integriertem O-Ring nicht der Fall. Der Wartungsaufwand hat sich so spürbar verringert. Zudem stellt die reflexionsfreie Oberfläche sicher, dass die Kameraprüfung prozesssicher abläuft.

Mittlerweile wurde an den ersten Fingersatz ein zusätzlicher Sensor angebaut, was laut Gonschorreck ebenfalls problemlos möglich war. Dort hat sich ausgezahlt, dass sich das Polyamid bei Bedarf auch spanabhebend bearbeiten lässt. Bewährt sich der Sensor, kann die Änderung bei neuen Greiferfingern ohne Mehrkosten berücksichtigt werden – ein deutlicher Vorteil der additiven Fertigung im Vergleich zu konventionellen Spritzgussverfahren, bei denen Änderungen an der Spritzgussform meist kostspielig sind.

Greiferfinger, Schnellwechselsystem und Konstruktion zu Pauschalpreisen

Um die Prüfzelle möglichst universell nutzen zu können, wurden die Greiferfinger zusätzlich mit einem standardisierten Backen-Schnellwechselsystem ausgestattet. Mit seiner Hilfe lassen sich die Finger in Sekundenschnelle wechseln und die Anlage auf ein neues Teilespektrum umrüsten.

Auch unter Kostenaspekten sind die individuellen Greiferfinger aus Polyamid attraktiv: „Als erster Anbieter überhaupt bieten wir sowohl Finger als auch Schnellwechselsystem und Konstruktion zu Pauschalpreisen an“, betont Thomas Conz, Teamleiter Sonderkomponenten Automation bei Schunk. „So wissen Anwender bereits im Vorfeld, welche Kosten entstehen. Sie liefern lediglich die CAD-Daten der Werkstücke und erhalten innerhalb von rund zwei Wochen die fertigen Finger.“ Weil einmal konstruierte Bauteile später innerhalb weniger Tage nachproduziert werden könnten, sei das Verfahren auch für Verschleiß- und Ersatzteile ideal geeignet.

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