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Additive Fertigung auch von Greifer-Standardmodulen
Seit Kurzem nutzt Schunk die additive Fertigung auch bei seinen Standardmodulen. So ist der Lochgreifer LOG dank des neuen Verfahrens der leichteste und zugleich preisgünstigste Lochgreifer am Markt. Verglichen mit konventionellen Gummilochgreifern wiegt er rund 60% weniger. Zudem verfügt er über höhere Haltekräfte und ermöglicht längere Standzeiten.
Der mit einem Spanndorn vergleichbare Greifer ist einteilig aufgebaut und verfügt über ein geschlossenes und damit schmutzresistentes Membransystem. Zusätzlich schützt ein interner Anschlag die einfach wirkende Dehnmembran vor Beschädigungen.
Wird der Greifer über das Außen- oder Innengewinde mit Druckluft beaufschlagt, dehnt sich die Membran aus und wirkt auf die Greifbacken. Diese sorgen reibschlüssig für sicheren Halt. Weil die Polyamidbacken dabei großflächig an der Wandung anliegen, sind Schäden am Werkstück quasi ausgeschlossen.
Lochgreifer für die Handhabung sensibler Teile
Damit bietet der Lochgreifer ideale Voraussetzungen für die Handhabung sensibler Teile, beispielsweise von Sandkernen. Wird der Luftdruck reduziert, zieht sich die Membran selbstständig in die Ausgangsposition zurück und die Greiferbacke gibt das Teil wieder frei. Die LOG-Greifer sind standardisiert für Durchmesser zwischen 20 und 40 mm. Sie wiegen zwischen 10 und 135 g und sind für Nutzlasten zwischen 1 und 4 kg ausgelegt. Der Antrieb erfolgt über Druckluft mit 6 bar.
Auch beim Roboterzubehör bietet Schunk erste Standardmodule aus additiv gefertigtem Polyamid. So schützt die aktive Schmutzabdeckung SWD die Wechselsysteme abgelegter Greifer vor Schmutz, Spänen, Schleif- und Schweißstaub. Anstelle althergebrachter Staubabdeckungen mit Lederschürzen und Schwenkzylindern werden die flachen, gewichtsoptimierten und kühlmittelbeständigen Polyamidabdeckungen ohne zusätzliche Anbauteile passgenau auf das Wechselsystem aufgesetzt und verriegelt. Sie schließen dicht ab, sodass kein Staub in die Mechanik oder in die Elektronikanschlüsse der abgelegten Effektoren eindringen kann. Angeboten werden die Schmutzabdeckungen in neun Baugrößen für alle SWS-Schnellwechselsysteme mit Zuladungsmöglichkeiten zwischen 25 und 200 kg.
* Matthias Poguntke ist Bereichsleiter Produkt- und Portfoliomanagement bei Schunk, 74348 Lauffen
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