PUR-Technik

Polyurethan- statt Blechgehäuse bei medizintechnischen Geräten

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Hohe Wirtschaftlichkeit bei kleinen und mittleren Serien

Zusätzlich zu den konstruktiven Vorteilen kann der Werkstoff Polyurethan auch bei den Herstellungskosten punkten. Insbesondere bei kleinen und mittleren Serien – von einigen hundert bis einigen tausend Stück pro Jahr, wie sie in der Medizintechnik üblich sind – fällt eine PUR-Konstruktion meist deutlich günstiger aus als eine aus Stahlblech oder Spritzgießteilen.

Dies liegt zum einen an den niedrigeren Formbaukosten: Wegen der vergleichsweise niedrigen Drücke beim Schäumen der PUR-Teile – je nach Werkstofftyp etwa 5 bis 15 bar – können die Werkzeuge aus Aluminium gefertigt werden. Im Vergleich zu Stahlformen ist das wesentlich kostengünstiger und zudem in der Fertigung einfacher und schneller.

So vergehen von der Auftragserteilung bis zur Auslieferung der ersten PUR-Formteile auch bei aufwändigen Konstruktionen in der Regel nur zwei bis drei Monate. Auch dies ist ein guter Grund für Hersteller medizintechnischer Geräte, bei der technischen Neuauflage eines Produkts über eine „Umrüstung“ auf PUR nachzudenken.

Hartmut Bührer ist Vertriebsleiter bei der Thieme GmbH & Co. KG in Teningen.

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