Lage spitzt sich zu Porsche-Gewinn fällt noch ein Stück weiter in den Keller

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Der Sportwagenbauer Porsche muss wegen der US-Zölle erneut seine Gewinnaussichten zusammenstreichen, wie heute gemeldet wurde.

Nachdem klar wurde, was die Zukunft der Zölle bedeutet und angesichts anderer Unbilden auf der Welt, korrigiert der Sportwagenhersteller Porsche seine Prognosen für die Zukunft nach kurzer Zeit nochmals nach unten. Natürlich wird auch weiter gespart ...(Bild:  Porsche)
Nachdem klar wurde, was die Zukunft der Zölle bedeutet und angesichts anderer Unbilden auf der Welt, korrigiert der Sportwagenhersteller Porsche seine Prognosen für die Zukunft nach kurzer Zeit nochmals nach unten. Natürlich wird auch weiter gespart ...
(Bild: Porsche)

Der Gewinn des Sport- und Geländewagenbauers Porsche ist im ersten Halbjahr abgestürzt. Das Konzernergebnis von Januar bis Juni lag bei 718 Millionen Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Nach neuen Analysen geht der Porsche-Vorstandschef Oliver Blume für dieses Jahr jetzt aber nur noch von fünf bis sieben Prozent operativer Umsatzrendite aus. Die Stuttgarter hatten bereits zuvor ihren Ausblick gedämpft, aber bei den zuletzt in Aussicht gestellten 6,5 bis 8,5 Prozent Marge waren nur die Zollauswirkungen in den Monaten April und Mai einkalkuliert. Das hat sich nun offensichtlich geändert. Denn nach dem Zollkompromiss zwischen der EU und den USA kommt es nun zu dauerhaft erhöhten Einfuhrzöllen in die Vereinigten Staaten. Porsche hat aber dort keine eigene Produktion und hält das auch angesichts der eigenen Größe in den USA nicht für rentabel. Porsche will die Belastungen nun unter anderem mit Preiserhöhungen abfedern. Beim Jahresumsatz geht die VW-Tochter deshalb weiter von 37 bis 38 Milliarden Euro aus. Aber auch im China-Geschäft stockt es bekanntlich.

Weltweites Wirtschaftsunwetter trifft Porsche

Im Autogeschäft, also ohne Finanzdienstleistungen gerechnet, verbuchten die Baden-Württemberger einen operativen Gewinneinbruch von knapp 91 Prozent. Porsche-Chef Blume kommentiert: „Wir haben es weltweit weiterhin mit erheblichen Herausforderungen zu tun. Es ist kein Unwetter, das vorüberzieht!“ Die Welt verändere sich nicht nur massiv, sondern auch anders als vor Jahren angenommen. Erst ab 2026 erwarte Blume wieder positivere Signale. Deshalb will man auch noch weiter sparen. Trotz allem zog die Porsche-Aktie nach Handelsbeginn an. Das Papier gewann 2,3 Prozent (auf 44,31 Euro). Denn der Mittelpunkt der neuen Ergebnisprognose liege etwas besser als vom Markt bisher eingeschätzt, so Experten. Und bei der Entwicklung des freien Finanzmittelflusses habe Porsche in den vergangenen Monaten zudem besser abgeschnitten als befürchtet. Im laufenden Jahr steht beim Aktienkurs noch ein Minus von rund einem Viertel zu Buche.

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