Herbe Verluste Sonderkosten verhageln Porsche massiv den Gewinn

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Milliarden von Zusatzkosten haben den Gewinn von Porsche in den ersten drei Quartalen fast vollständig aufgezehrt. Es liege wohl an der Pro-Verbrenner-Entscheidung.

Verluststrecke! Der Porsche-Rappen lahmt in wirtschaftlicher Hinsicht noch deutlich. Doch man glaubt intern jetzt, dass man die dunkelsten Zeiten hinter sich gelassen hat ...(Bild:  Porsche)
Verluststrecke! Der Porsche-Rappen lahmt in wirtschaftlicher Hinsicht noch deutlich. Doch man glaubt intern jetzt, dass man die dunkelsten Zeiten hinter sich gelassen hat ...
(Bild: Porsche)

Das Porsche-Ergebnis nach Steuern brach im Jahresvergleich um knapp 96 Prozent auf nur noch 114 Millionen Euro ein, wie der Sportwagenhersteller informieren muss. Das lag vor allem an 2,7 Milliarden Euro Sonderbelastungen. Von Juli bis September meldeten die Stuttgarter sogar rote Zahlen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern lag deshalb bei minus

966 Millionen Euro. Im Vorjahresquartal freute man sich noch über ein Plus von 974 Millionen. Die Aktie bewegte sich nachbörslich aber kaum. Sie hatte im Haupthandel sogar um 3,7 Prozent zugelegt. Am meisten belaste der Strategieschwenk des Managements um Noch-Porsche-Chef Oliver Blume. Denn zuletzt wurden die ambitionierten Elektroziele ad acta gelegt und die geplante Batteriefertigung gleich mit. Auch der Start neuer Elektromodelle von Porsche wurden verschoben. Der Ausgleich soll angesichts der Marktrealitäten und Kundenbedürfnisse stattdessen vom Comeback des Verbrennermotors kommen, das bis weit ins nächste Jahrzehnt reichen werde. Die Maßnahmen kosten aber auch viel Geld, weshalb man im Geschäftsjahr 2025 man mit Sonderkosten von etwa 3,1 Milliarden Euro rechnet.

Porsche glaubt, das Gröbste hinter sich zu haben

Den oben genannten Betrag an Nachsteuergewinn in den ersten neun Monaten hat Porsche auch einem positiven Finanz- und Steuerergebnis zu verdanken, wie man weiter erfährt. Der operative Gewinn lag in dem Zeitraum bei 40 Millionen Euro – und somit 99 Prozent unter dem Vorjahreswert (gut vier Milliarden Euro). Der Umsatz schrumpfte um sechs Prozent (auf knapp 26,9 Milliarden). Die Ergebnisse spiegeln laut Porsche-Finanzvorstand Jochen Breckner die Belastungen im Zuge der strategischen Neuausrichtung wider. Breckner: „Wir nehmen bewusst vorübergehend schwächere Finanzkennzahlen in Kauf, um langfristig Porsches Resilienz und Profitabilität zu stärken.“ Der Manager sei zuversichtlich, den Tiefpunkt in diesem Jahr durchschreiten zu können und dass Porsche sich ab 2026 spürbar verbessere. Das dürfte unter anderem auch daran liegen, wie Experten verraten, dass Porsche die Verkaufspreise für das Modelljahr 2026 durch die Bank angehoben hat, was vor allem an den US-Einfuhrzöllen liegt. Aktuell sei in diesem Jahr in puncto operativer Marge noch eine schwarze Null bis maximal ein Plus von zwei Prozent Plus anvisiert. Im kommenden Jahr dürfte eine hohe prozentual einstellige Marge realistisch sein. Für die Rückkehr zu zweistelligen Margen reiche diese Zeitspanne aber nicht aus.

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