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Hotset

Präzise Temperaturmessung an hochglanzpolierten Spritzgießwerkzeugen

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Spezielles Messverfahren in Kombination mit kompakter IR-Kamera

Das neue Messverfahren von Hotset ist Teil der Weiterentwicklung des Z-Systems für die partiell-zyklische Werkzeug-Temperierung. Es basiert auf dem Einsatz einer kompakten Infrarotkamera und der Anwendung eines speziellen Messverfahrens. Die IR-Kamera ist so klein, dass sie sich mit einem Magnethalter zwischen den geöffneten Werkzeughälften positionieren lässt und die Temperatur direkt an der Kavität erfassen kann. Das verwendete Messverfahren hingegen ermöglicht es, die Temperatur an den Hochglanzzonen nicht nur statisch zu messen, sondern auch alle Verläufe und Änderungen der Temperaturen abzubilden – und zwar in Echtzeit und graphisch visualisiert in einem farbigen Temperatur-Zeit-Diagramm.

Werkzeugtemperaturmessung jetzt verfügbar

Produktmanager Andreas Filler erklärt dazu: „Mit Heizraten von mehr als 210 °C/s ist das thermische Geschehen auf den hochglanzpolierten Oberflächen der Kavitäten sehr dynamisch und sprunghaft.“ Um dabei aussagekräftige Ergebnissen zu erhalten, braucht man laut Filler ein spezielles Messverfahren, das die extreme Thermodynamik präzise und schnell erfassen kann. Dank der praktischen Erfahrungen mit dem Z-System und auf der Basis seines über viele Jahrzehnte gewonnenen Know-hows auf dem Gebiet der Thermodynamik habe das Engineering-Team von Hotset die Entwicklung des neuen Messverfahrens so rasch vorantreiben können. Es werde den Anwendern noch vor dem Jahreswechsel 2017/18 als weitere innovative Komponente der Z-Systemwelt zur Verfügung stehen. Dabei betont Filler, dass die neue „Hochglanzlösung“ speziell auf die dynamische Temperierung mit dem Z-System und dessen passender Regeltechnik abgestimmt ist.

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Typische Oberflächenfehler an Spritzgießteilen vermeiden

Das vor etwa zwei Jahren von Hotset vorgestellte Z-System wurde nach Aussage des Unternehems, unter anderem in Zusammenarbeit mit dem Kunststoff-Institut Lüdenscheid, mit dem Ziel entwickelt, den Herstellern spritzgegossener Kunststoffteile eine prozesssichere Lösung für die Werkzeugtemperierung an Hand zu geben, mit dem sie verfahrensbedingte Oberflächenfehler (Bindenähte, matte Höfe, Freistrahlbildung) vermeiden und besonders dünne Wandstärken fertigen können. Beide Aspekte spielten etwa bei der Produktion von designorientierten Produkten, optischen Bauteilen und Fahrzeuginterieur eine große Rolle.

Auch für qualitätssichernde Maßnahmen nützlich

„Insbesondere die Nachfrage vieler Kunden unseres Z-Systems in der Automobilindustrie spornten uns dazu an, die Entwicklung eines dynamischen Verfahrens für die Temperaturmessung an den Hochglanzoberflächen von Werkzeugkavitäten anzugehen“, berichtet Filler. Filler merkt noch an, das dass neue Messsystem von Hotset sich auch für Kontrollmessungen im Rahmen der Qualitätssicherung einsetzen lässt. Bei einem Werkzeugwechsel sei es damit zum Beispiel möglich, ein einmal definiertes Messlayout als Messmarke zu speichern und dann später immer wieder für Vergleichsmessungen abzurufen.

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