Energiemanagement

Präzise Verbrauchsanalyse je Teil und Maschine senkt Energiekosten

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Die Berechnung der betriebswirtschaftlichen Größen erfolgt über Scripts anhand vorgegebener Parameter, wie Sollzykluszeiten, Stückzahl und Energiepreis. Anhand dieser Vorgaben werden dann die Produktkenndaten interpoliert, berechnet und angezeigt.

Energiemanagementsystem bewährt sich schon bei wenigen Maschinen

Für zusätzliche Visualisierungen unterstützt WinCC auch die Darstellung auf Großbildschirmen in Full-HD-Auflösung (1920 x 1080 Bildpunkte). Die Anzeige erfolgt dabei webbasiert mit dem WinCC-Add-on Webnavigator.

Doch das Energiemanagementsystem ist nicht allein zur Vorführung und Schulung gedacht, sondern vielmehr für den konkreten Einsatz in Spritzgießbetrieben. Dabei hat die Installation unter Beweis gestellt, dass das System schon bei wenigen angeschlossenen Maschinen sehr detaillierte und aussagekräftige Werte liefert, die unter Umständen signifikante Energiekosteneinsparungen ermöglichen. Denn erst mit der präzisen Erfassung und Analyse des Energieverbrauchs jeder einzelnen Maschine und für jedes Formteil lässt sich der Spritzgießbetrieb aus energetischer Sicht nachhaltig optimieren.

Auswahl der energieeffizientesten Maschine senkt Kosten

Das reicht von der Auswahl der jeweils energieeffizientesten Maschine für die einzelnen Spritzgießaufträge über die Anpassung energierelevanter Prozessparameter und die Vermeidung von Lastspitzen bis hin zur umfassend energieoptimierten Maschinenauslastung und Produktionsplanung. Außer auf die Kosten wirkt sich dies schließlich ebenso positiv auf die CO2-Bilanz aus. Mehr noch: Je niedriger beispielsweise der Energieeintrag für die Heizung von Maschine und Werkzeug, umso geringer ist der prozentual gleichzusetzende Kühlwasserverbrauch. Das reduziert auch den Water Footprint – eine weitere Kenngröße, die in der Kunststoffindustrie zunehmend Bedeutung erfährt.

In der jüngsten Version des Energiemanagementsystems können auch Peripheriegeräte (Kühlgeräte, Temperiergeräte, Drucklufterzeuger und Trockner) einbezogen werden. Zusätzlich lässt sich das Scada-System durch spezifische, von Siemens bereitgestellte Add-ons erweitern – beispielsweise mittels Simatic WinCC Powerrate, um die erfassten Verbrauchswerte für ein kontrolliertes Lastmanagement zu nutzen. Das Add-on sorgt dabei für die Überwachung vertraglich vereinbarter Leistungslimits und hilft, diese nicht nur einzuhalten, sondern auch optimal auszuschöpfen.

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* Dipl.-Ing. (FH) Jan Kürschner ist TIA-Systemberater bei der Siemens AG, Abteilung Industry Automation und Drive Technologies in 90475 Nürnberg

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