Drehfutter Präzisionsdrehfutter spannen große Teile prozesssicher

Redakteur: Bernhard Kuttkat

Beim Drehen von Spanndurchmessern bis 2000 mm geht der Trend zu flexibel und effizient einsetzbaren 3- oder 6-Backen-Futtern. Der Grund dafür ist einfach: Auch bei großen Bauteilen bestehen mittlerweile oft hohe Präzisionsanforderungen, die nur mit entsprechenden Präzisionsdrehfuttern zu erreichen sind.

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Bild 1: Das Spannfutter Rota NCR eignet sich für große Ringe und andere deformationsempfindliche Werkstücke. Standardisiert sind diese Futter für Durchmesser bis 1200 mm. (Bild: Schunk)
Bild 1: Das Spannfutter Rota NCR eignet sich für große Ringe und andere deformationsempfindliche Werkstücke. Standardisiert sind diese Futter für Durchmesser bis 1200 mm. (Bild: Schunk)

Große Präzisionsdrehfutter kommen überall dort zum Einsatz, wo es gilt, Werkstücke mit großen Durchmessern sicher zu spannen und präzise zu bearbeiten. So etwa bei Rohrenden für die Erdölindustrie, Gewinden an Diamant-Bohrköpfen, Graphitblöcken, Eisenbahnrädern, Pumpen- und Ventilgehäusen, Zahnrädern und unzähligen anderen Präzisionsteilen.

Großdrehfutter für fast alle Drehmaschinen

Dafür, so heißt es, lassen sich beispielsweise die Großdrehfutter von Schunk auf nahezu allen bekannten Drehmaschinen einsetzen (Bilder 1 bis 3 – siehe Bildergalerie). Sie eignen sich für vertikale Anwendungen ebenso wie für horizontale. Mit ihnen können Anwender auch hohe Präzisionsanforderungen zuverlässig erfüllen.

So erreichen 3-Backen-Kraftspannfutter zuverlässig Spannkräfte bis 50 kN und Wiederholgenauigkeiten < 0,003 mm. Für deformationsempfindliche Bauteile, wie Lagerringe, Getriebekomponenten oder Radreifen von Eisenbahnrädern lassen sich pendelnd gelagerte 6-Backen-Futter einsetzen. Mit ihnen kann die Rundheit der Werkstücke deutlich verbessert werden. Paarweise pendelnde Backen zentrieren bei diesen Drehfuttern selbst Rohteile und unrunde Bauteile absolut exakt.

Bei Bedarf können zudem viele Großdrehfutter nach Kundenwunsch modifiziert werden. So mancher Kunde lässt beispielsweise seine Drehfutter mit Planschliff, Gewinde- und Stiftlochbohrungen versehen, damit sie zusätzlich als definierte Planscheibe verwendbar sind. Mithilfe von Vorrichtungen können darauf dann fast alle denkbaren Teilegeometrien präzise bearbeitet werden.

Sichere Inbetriebnahme des Drehfutters sehr wichtig

An die Genauigkeit von Großdrehfuttern werden auch unter härtesten Einsatzbedingungen hohe Anforderungen gestellt. So dürfen selbst extrem kleine Späne, Staub oder gewaltige Mengen von Kühlmittel, wie sie bei der Bearbeitung von Grauguss entstehen, den Drehfuttern nichts anhaben.

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