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Schleifsoftware Präzisionswerkzeuge schneller konzipiert und geschliffen

| Redakteur: Peter Königsreuther

High-End-Zerspanungswerkzeuge sind gefragte Helfer in anspruchsvollen Branchen, wie etwa dem Werkzeug- und Formenbau. Um die komplexen Geometrien der Werkzeuge fertigen zu können, braucht es Pfiffiges auf der Festplatte.

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Anca bietet jetzt mit Toolroom RN34 die neueste Version seiner bei der Entwicklung und Herstellung komplexer Zerspanungswerkzeuge, sehr hilfreichen Software, heißt es. Bei der Produktion von Vollradiusfräsern etwa ermögliche es die neue Designerschneidkante dem Bediener nun die Schneidkante variabel zu gestalten.
Anca bietet jetzt mit Toolroom RN34 die neueste Version seiner bei der Entwicklung und Herstellung komplexer Zerspanungswerkzeuge, sehr hilfreichen Software, heißt es. Bei der Produktion von Vollradiusfräsern etwa ermögliche es die neue Designerschneidkante dem Bediener nun die Schneidkante variabel zu gestalten.
(Bild: Anca)

Anca ist ein Hersteller von präzisen CNC-Schleifmaschinen, hat sich aber auch in Sachen Schleifsoftware einen gute Namen in der zerspanenden Zunft gemacht. Dazu gehört die jetzt mit weiteren Features aufgerüstete Software Toolroom RN34, heißt es, die speziell für die Herstellung der komplexen Geometrien von High-End-Zerspanungswerkzeugen für viele Schlüsselindustrien hin ausgelegt ist und in jede Anca-Maschine integriert wird.

Unter anderem verbesserten die neuen Funktionen die Konfiguration von Fräsern und Bohrern. Auch die Schleifoperationen an sich könnten damit zuverlässig überwacht werden. Anca verspricht dem Anwender mehr Performance bei der Zerspanung und höhere Standzeiten der so hergestellten Präzisionswerkzeuge.

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Die Software punktet etwa durch ihre große Anwendungsflexibilität, heißt es weiter. Das wirke sich vom ersten Werkzeugentwurf über den Herstellungsprozess bis hin zum Nachschleifen zeitsparend aus. Im Endeffekt sollen sich mit Toolroom RN34 bei minimaler Designzeit und maximaler Maschinenausnutzung exakte sowie robuste Standard- und Sonderwerkzeuge aus der Taufe heben lassen.

Die aktuelle Version RN34 bringt Vorteile:. „Die vielen neuen Features erlauben es Anwendern, komplexe Spezialgeometrien zu entwerfen, um die Lebensdauer, die Produktivität, das Schnittvolumen, die Qualität und die erreichbare Präzision zu erhöhen“, fasst Thomson Mathew, Software-Produktmanager bei Anca, zusammen.

Facettenreiche Anwendung möglich

Neue Schleifzyklen erleichtern dabei die parametrische Herstellung von diversen Vollradiusfräsern, heißt es weiter, die zum Schlichten oder Schruppen dienen. Rohlinge mit gerader Stirn ließen sich jetzt etwa einfach zur Kugelform vorschruppen. Neue Ausspitzgeometrien und eine bessere Kontrolle der Querschneiden winken dem Anwender auch noch, so Anca. Und eine besondere Designer-Funktion ließe die variable Gestaltung der Schneidkante seitens des Bedieners zu.

Der Formenbau profitiert laut Anca von der neuen Unterstützungsfunktion für die 11V5-Topfscheibe mit Fase, die so den Freischliff von Vollradius-, Eckradius- und Kugelkopffräsern optimiert.

Neue Schleifzyklen verbesserten außerdem die sogenannten Nutenoperationen. Es werden jetzt gerade genutete sowie auch einnutige Werkzeuge mit einer Tiefe von gleich oder größer als der Werkzeugradius möglich, heißt es dazu. Weil der Anwender nun den Kernkonus, die Nutenlänge und die -tiefe individuell steuern könne, seien einzelne Nuten wesentlich simpler zu programmieren.

Auch vereinfache sich die Fertigung von Fräsern mit ungleichen Drallwinkeln und Nutenteilungen, weil sich viele Operationen pro Nut berechnen ließen. Diese Werkzeuge sind laut Anca in der Luft- und Raumfahrt, im Werkzeug- und Formenbau und beim Bau von Anlagen zur Energieerzeugung gefragt.

Um die konstruktionsbedingte ungleichmäßige Gewichtsverteilung im Werkzeug zu kompensieren, müsse das Werkzeug aber ausgewuchtet werden. Die neue Toolroom-Version bietet dafür einige Annehmlichkeiten und ermöglicht das Auswuchten der Werkzeuge automatisch innerhalb kürzester Zeit – entweder durch eine Nutenverlängerung oder durch eine Kerbe im Schaft, sagt Anca. So könnte man durch das intuitive Design solcher hochleistungsfähigen, komplexen Fräser die Produktivität verbessern.

Auch für Gewindefräser gut zu gebrauchen

Darüber hinaus hat Anca verschiedene neue Werkzeugtypen in die Standardbibliothek aufgenommen, heißt es. Dazu gehöre etwa der Doppelradiusfräser für das Design von fassförmigen oder linsenförmigen Werkzeugen mit größerem zu kleinerem oder kleinerem zu größerem Radius. Toolroom RN34 vereinfach aber auch die Herstellung spiralförmiger Tannenbaumfräser, wie sie zur Fertigung von Rotorschlitzen für den Energiesektor oder die Luft- und Raumfahrt dienten. Weitere neue Operationen machen auch die Produktion diverser Gewindefräser möglich, ergänzt Anca.

Für die automatisierte, mannarme Werkzeugherstellung gibt es in der RN34 ein weiteres Novum, denn die Software unterstützt jetzt auch die Lasermessung per Laserplus. Damit gehe Anca einen weiteren Schritt in Richtung noch höherer Genauigkeit, vereint mit größerer Produktivität beim Schleifen von Schneidwerkzeugen. MM

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