Frank-Stronach-Institut Praxisorientierte und industrienahe Forschung für die Umformtechnik

Autor / Redakteur: Dietmar Kuhn / Dietmar Kuhn

Vor gut vier Jahren wurde mit dem Frank-Stronach-Institut in Graz eine Forschungseinrichtung gegründet, die sich durch ihre praxis- und industrienahen Aktivitäten hervorhebt. Dieses Institut wurde an der Technischen Universität Graz mit vier Institutsbereichen installiert. Einer der vier Bereiche ist das Institut für Werkzeugtechnik und spanlose Produktion (T&F)

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Das Institut wird von Prof. Dr.-Ing. Ralf Kolleck erfolgreich gemanagt. Träger dieser Institute sind gleichermaßen die Technische Universität Graz sowie die Magna International, einer der größten Automobildienstleister weltweit. Das Technikum des Instituts für Werkzeugtechnik und spanlose Produktion ist bestens ausgestattet und ist gleich nach der Einfahrt zum Campus erreichbar. Betritt man es, macht sich unweigerlich der Eindruck eines Produktionsbetriebes breit. T&F, wie das Institut kurz genannt wird, ist eine Abteilung des Frank-Stronach-Instituts.

Frank Stronach ist der oberste Boss des international tätigen und weltweit bedeutenden Automobildienstleisters Magna. 2004 hatte er den Gedanken, praxis- und industrienahe, an den täglichen Problemen eines Automobildienstleisters angelehnte Forschung zu betreiben.

Es sollte eine Art „Silicon Valley“ für die Automobilindustrie werden. Hier sollten Ingenieurinnen und Ingenieure auf die Anforderungen einer global agierenden Industrie vorbereitet werden. Das klappt offensichtlich mit sehr gutem Erfolg, wie Institutsleiter Prof. Dr.-Ing. Ralf Kolleck und sein Assistent Dipl.-Ing. Robert Veit einstimmig betonen.

„Dass Studenten bei den Projekten auch direkt mitarbeiten und dabei für bestimmte Bereiche verantwortlich sind, das hat sich als sehr positiv erwiesen“, meint Prof. Kolleck. „Das kommt bei den Studenten wie auch bei den Firmen gut an“, ergänzt er.

Die Arbeiten, mit denen sich die Mitarbeiter des Instituts – es sind alles in allem zirka 25 – befassen, bestehen zum geringeren Teil aus Grundlagenforschung und zum Großteil aus Anwendungsforschung. Anwendungsforschung, das heißt auch immer Dienstleistung für industrielle Partner wie beispielsweise Magna, die Thyssen-Krupp Steel oder zahlreiche andere bekannte Namen.

Blechumformung gehört zu den wichtigsten Forschungsfeldern

Eines der großen Betätigungsfelder des Instituts für Werkzeugtechnik und spanlose Produktion (T&F) ist die Blechumformung und der damit verbundene Werkzeugbau. Bei der Auswahl des Versuchsequipments wurden deshalb die speziellen Anforderungen der Industrie berücksichtigt. Ein Blick in das Technikum mit all seinen Anlagen und Maschinen, ob Presse, Heizeinrichtungen, Messtechnik oder Bearbeitungszentrum, bestätigt das.

„Derzeit spielt das Thema Warmumformung, auch Presshärten genannt, eine dominierende Rolle im Reigen der Untersuchungen“, so Prof. Kolleck. Dafür wollen Kolleck und seine Mannschaft industrietaugliche Ergebnisse an Blechbauteilen und den zur Herstellung notwendigen Werkzeugen präsentieren. Ergebnisse, die unter praxistauglichen Bedingungen ablaufen.

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