Smart-Zerspanung

Premiere! So automatisiert man Feinspindel-Werkzeuge richtig!

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Spindelkopf und Funkschnittstelle „können“ auch mit anderen...

Der Komflex wird über die Maschinensteuerung betrieben. Dazu enthält er eine Blum-Funkeinheit für eine Reichweite bis 8 m, die mit der in der Maschine integrierten Funkschnittstelle RC66 kommuniziert, heißt es. Zu seiner Voreinstellung gibt es einen Manuell-Modus, bei dem sich der Kopf mit einem Magnetstift und zwei Magnetsensoren einstellen lässt. Diese Einheit ist deshalb von einem unmagnetischen Stahlring umgeben, der den Spindelkopf gut stabilisiert.

Renz freut sich: „Allein durch die Automatisierung von Bearbeitungsvorgängen wie dem Spindeln von Lagersitzen oder hochpräzisen Zylinderbohrungen rechnet sich unser neuer Feinspindelkopf sehr schnell.“ Das soll besonders flott gehen, wenn die Blum-Funkschnittstelle RC66 schon in der Werkzeugmaschine vorhanden sei. Majer ergänzt: „Das ist oft der Fall. Denn wir gehören bei vielen wichtigen Werkzeugmaschinenherstellern zu den Erstausstattern, was unsere Messtaster und auch die RC66 anbelangt.“

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Wenn in der Maschine bereits Messtaster anderer Anbieter installiert oder externe Messrechner in Betrieb seien, brauche man nicht zu verzagen, denn der neue Komflex könne auch mit diesen kommunizieren, wenn man sich die nachrüstbare Funkschnittstelle RC66 für ihn zulege.

Schneller zum hochwertigen Zerspanungsziel! Wer will, kann`s testen...

Inzwischen liegen bei Ceratizit Erfahrungswerte aus dem eigenen Fertigungsbereich vor. Denn im Komet-Werk in Besigheim wird der Komflex bereits seit ein paar Monaten zum Feinspindeln von ABS-Bohrungen eingesetzt. Renz wurde laut Ceratizit bestätigt, dass man jetzt in kürzerer Zeit die festgelegten Qualitätsanforderungen sicher einhalten kann. Keiner müsse mehr die Werkzeugmaschine stoppen, um Messungen am Werkstück vorzunehmen und um gegebenenfalls den Feinverstellkopf nachzujustieren.

Bei Interesse kann Ceratizit die Vorteile des neuen Feinspindelkopfes Komflex in den Test- und Vorführräumen des Besigheimer Werks demonstrieren. Denn das dort vor kurzem in Betrieb genommene 5-Achs-Bearbeitungszentrum HF5500 von Heller sei mit allen relevanten Blum-Komponenten ausgestattet. Für Renz ist die hochpräzise Maschine das Idealsystem, um die Leistungsfähigkeit seiner Aussteuerwerkzeuge zu beweisen: „Die HF5500 ist für den Einsatz unseres neuen Komflex sowie den Komtronic-U-Achs-Aussteuerwerkzeuge vorbereitet.“

Wichtig ist an dieser Stelle auch, dass die RC66-Schnittstelle in der Lage ist, bis zu 16 verschiedene Komflex-Werkzeuge anzusteuern. „Das kann zum Beispiel für die Bearbeitung einer komplexen Lagerplatte günstig sein, in die verschiedene Lagersitze eingebracht werden müssen. Nur für mehrspindlige Bearbeitungen müssen auch mehrere Funkschnittstellen installiert werden, weil die Signale parallel zur Verfügung stehen müssen“, erklärt der Leiter der Produktlinie Aussteuerwerkzeuge.

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