Kunststoffverarbeitung Pressverfahren machen Fertigung großer Elastomerteile wirtschaftlich

Autor / Redakteur: Stefan Herzinger / Josef-Martin Kraus

Für die Fertigung großer Elastomerteile sind die Pressverfahren Compression Moulding und Transfer Moulding prädestiniert. Gründe dafür sind die Wirtschaftlichkeit und oft auch die Qualität. Die Produktion der Teile auf großen Pressen führt häufig zu besseren Ergebnissen als beim Spritzgießen.

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Was ist das optimale Produktionsverfahren für Großteile aus Elastomeren? Die Antwort darauf hängt von einer Reihe von Kriterien ab: Qualitätsbezogen sind das zum Beispiel die Maßgenauigkeit, das Gewicht und die Funktionalität der zu produzierenden Teile. Als weiterer Aspekt kommt die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens dazu. Folglich führt eine falsche Verfahrensentscheidung nicht nur zur Investition in eine nicht oder weniger geeignete Maschine, sie erhöht auch das Risiko einer unzureichenden Produktqualität und verteuert die Produktion.

Gruppierung großer elastomerer Formteile

Große elastomere Formteile lassen sich wie folgt gruppieren: in großvolumige Gummiformteile (ab etwa 8 l Bauteilvolumen), in großflächige Gummiformteile, in Endlosteile aus diskontinuierlicher Produktion, in Gummiformteile, die aus dem „Fell“ gestanzt sind, sowie in große Gummidichtungen (ab 800 mm Durchmesser). Großvolumige Gummiformteile gelten als Langheizer. Deren Produktion findet auf Kompressionsmaschinen statt. Produktbeispiele sind Vollgummireifen, Blockpuffer und Schiffskupplungen. Die Rohlinge werden vorgeheizt und in die Werkzeuge der Maschinen gelegt (Bild 1).

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