Digitalisierte Prozessketten

Produkte und Lösungen für die digitale Transformation

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Verbindung zwischen virtueller und realer Welt

Die DMG Mori Prozesskette ist ein gutes Beispiel für eine erfolgreiche digitale Transformation und eine praktische Verbindung zwischen virtueller und realer Welt. Belegen lässt sich diese Aussage nicht nur durch die vielen erfolgreichen Anwendungen bei Kunden, sondern auch anhand der Kompetenz-Partnerschaft zwischen der Deckel Maho Seebach GmbH und dem Porsche LMP1-Team. Hintergrund dieser Zusammenarbeit ist die Premium-Partnerschaft zwischen DMG Mori und dem Porsche Motorsport-Team. Porsche hat in der vergangenen Saison der Langstrecken-Weltmeisterschaft sowohl bei der Fahrer- wie auch bei der Hersteller-Wertung gesiegt.

Das Porsche Motorsport Center in Seebach fertigt in Kleinserien unter anderem komplexe Pumpengehäuse aus unterschiedlichen Materialien sowie technisch anspruchsvolle Befestigungselemente. Die Entwickler des Rennstalls liefern die hierfür erforderlichen CAD-Daten, während die Fertigungsexperten in Seebach für den Gesamtprozess bis hin zum fertigen Werkstück zuständig sind: Beginnend mit der Verarbeitung der CAD-Daten und der CAM-Programmierung per Siemens NX CAM weiter zur 1:1-Simulation mit der DMG Mori Virtual Machine bis hin zum hochgenauen Finishing auf unseren Hightech-Werkzeugmaschinen.

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Auf der Basis der virtualisierten Prozesskette können die Bearbeitungszentren bereits vorab optimiert werden und ermöglichen dadurch eine perfekte Planung, einen wirksamen Kollisionsschutz und eine Reduzierung der Einrichtungszeiten auf das absolute Minimum. Anders gesagt, die Bedeutung der DMG Mori Virtual Machine lässt sich durchaus mit der eines Rennsimulators für die Fahrer vergleichen. Das System bietet eine 1:1-Simulation unter Realbedingungen - einschließlich der Maschinenkinematik und -steuerung. Ergebnis ist ein hohes Maß an Sicherheit und Geschwindigkeit bei der Umsetzung in der (ebenfalls aufregenden) realen Welt.

Die Produktionshallen-orientierte Programmierung ist immer noch überaus wichtig, insbesondere bei der Fertigung von Einzelwerkstücken und bei kleinen und mittelgroßen Produktionslosen. Und sie wird auch noch für lange Zeit so wichtig bleiben. Dabei ist das Arbeiten mit Zyklen heute das Übliche, Standardzyklen für das Drehen, Fräsen und Bohren sind seit langer Zeit Teil des Leistungsspektrums moderner Steuerungen.

Gestützt auf seine jahrzehntelange anwendungstechnische Erfahrung ist DMG Mori weit über diesen Standard hinausgegangen und bietet in seinem Portfolio momentan 24 spezielle DMG Mori Technologiezyklen für die Bereiche Drehen / Drehen & Fräsen oder Fräsen / Fräsen & Drehen. Dadurch kann der Bediener vor Ort direkt an der Maschine im Dialog über parametrisierte Kontextmenüs komplexe Bearbeitungsfunktionen um bis zu 80 % schneller realisieren.

Zu den Beispielen zählen etwa die Bearbeitung von Freiform-Oberflächen unter Einsatz der Fünf-Achs-Interpolation oder die unterschiedlichen Zyklen für das Verzahnen beziehungsweise die Getrieberadproduktion. Zu den weiteren Highlights der Zyklen gehört die Schutzsteuerung für Maschine, Werkstück und Werkzeuge, das 3D Quickset Toolkit zum Prüfen und Korrigieren der Kinematik-Präzision von Vier- und Fünf-Achs-Fräsmaschinen oder der Zyklus für das prozessorientierte Optimieren der Vorschübe auf Tastendruck und unter Berücksichtigung der Tischbelastung.

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