Werkstoffe Produktion des Airbus A350 startet mit CFK-Flügeloberschale
Airbus startet die Produktion des Großraumflugzeugs A350 am Standort Stade. Dort wird seit kurzem das erste Bauteil produziert: eine Flügeloberschale. Mit fast 32 m × 6 m ist sie das bisher größte CFK-Teil des Flugszeugbauers. Beim A 350 wird der Rumpf zu 53% aus CFK bestehen.
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Am 31. August haben Airbus-Präsident und -CEO Tom Enders, Airbus-Produktionsvorstand Gerald Weber sowie Peter Hintze, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, den feierlichen Startschuss für die Produktion gegeben. Im Frühjahr befürchtete man noch, dass die Auslieferung des A350 sich um mindestens ein halbes Jahr verzögern könnte. Allerdings hatte man aus den Fehlern beim A380 gelernt, bei dem es zu langen Verzögerungen beim Produktionsanlauf gekommen war.
„Was in den nächsten drei Jahren bis zur ersten Auslieferung vor uns liegt, das wird ein Höllenritt“, sagte Airbus-Cheff Tom Enders - und meint damit, dass die Produktion dieses Langstreckenflugzeugs mit bis zu 350 Sitzen eine große Herausforderung für Airbus, die Mitarbeiter und die Zulieferer ist. Die ersten Exemplare sollen im Jahr 2013 ausgeliefert werden. Derzeit haben weltweit 33 Fluggesellschaften 535 Exemplare geordert.
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Flügeloberschale des A350 entsteht auf 30 000Q m² Hallenfläche
Auf 30 000Q m² Hallenfläche wird in Stade die Flügeloberschale hergestellt. Dabei erfolgt erstmals die Integration zusätzlicher Funktionselemente, zum Beispiel für den Blitzschutz, im Tapelege-Verfahren. Danach wird das knapp 32 m ×6 m große Bauteil im Autoklaven ausgehärtet. Dieser High-Tech-Ofen gehört zu den größten Autoklaven weltweit und kann mit zwei Flügelschalen gleichzeitig bestückt erden.
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